Vorstellung der Heiligenhafener Bürgermeisterkandidaten: Heiko Müller tritt an

„Das ist meine Stadt“

+
Heiko Müller verkündete Anfang Dezember, dass er erneut antreten wird.

HEILIGENHAFEN -ft- „Das ist meine Stadt und wird auch meine Stadt bleiben. Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zu Hause.“ So schildert Heiko Müller seine Gefühle für Heiligenhafen. Vor fast genau 30 Jahren, im Jahr 1986, ist er mit Freunden im Urlaub in Schweden gewesen, wo es zehn Tage lang ununterbrochen geregnet hatte. Die Stimmung war schlecht und man ist kurzerhand abgereist. Als die Gruppe an Heiligenhafen vorbei kam, schien die Sonne. So ist man abgebogen und hat „diese schöne Stadt“ entdeckt, in der Heiko Müller seinen Resturlaub verbrachte.

Daraufhin folgten wiederholt Urlaube in der Warderstadt. Surf- und Segelscheine wurden gemacht und wenig später eine Ferienwohnung gekauft. „Eigentlich war ich am Anfang nicht nach Heiligenhafen gekommen, um hier Bürgermeister zu werden.“ Auf seine Hamburger Zeit angesprochen, sagt Müller, dass er dort als ein behördenübergreifender Organisator tätig war. „Ich war zentraler Koordinator für Großprojekte, an denen mehrere Behörden beteiligt waren.“ Unter Bürgermeister Henning Voscherau war er unter anderem stellvertretender Referent der Rathaussenatorin. „2003 haben mich Freunde aus Heiligenhafen gefragt, ob ich mich nicht um das Amt des Bürgermeisters bewerben will.“ Hier kam es zur Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Matthias Rasch. „Als ich Bürgermeister wurde, hatte die Stadt einen Dämmerschlaf von über 40 Jahren hinter sich.“ Die einzige Errungenschaft war das Ferienzentrum, danach sei touristisch nichts mehr passiert.

In den zwölf Jahren seiner Bürgermeisterzeit seien so viele Themen hochgekommen, dass man sie alle gar nicht aufschreiben könne, berichtet Müller. Die erste große Geschichte war die Ansiedlung des Grenzhandels. Das sind Betriebe, die noch heute zu den großen Steuerzahlern gehören.

Nach seinem Hobby befragt, erklärt Heiko Müller: „Ich liebe Wassersport, habe aber noch eine eigene Jagd in Dahlenburg, die ein Jagdaufseher betreut. Meine Schwester wohnt dort und ab und zu fahre ich hin.“

Geht Heiko Müller wieder nach Dahlenburg, wenn er nicht mehr Bürgermeister der Warderstadt sein sollte? „Heiligenhafen ist zu meiner Heimat geworden, hier möchte ich leben und auch alt werden.“

Vier Fragen an den Bewerber:

   Welcher ist für Sie der schönste Platz in Heiligenhafen?

Müller: „Es gibt mehrere tolle Orte in Heiligenhafen, das hängt ganz von der Stimmung ab. Wenn man morgens um sechs um den Binnensee läuft und über dem Hafen geht die Sonne auf, dann ist das schon faszinierend.“

   Wo sehen Sie Heiligenhafen in zehn Jahren?

Müller: „Wir werden alle von der Entwicklung im Tourismus profitieren. Das schafft Arbeitsplätze, das schafft Zukunft für die Familien und Kinder dieser Stadt. Ich sehe die Stadt in wenigen Jahren in einem harmonischen Zusammenspiel zwischen Altstadt, Neubauten und modernen Alleinstellungsmerkmalen.“

   Was würden Sie als Bürgermeister mit einer Million Euro machen, über die Sie frei verfügen könnten?

Müller: „Das wäre ein Traum. Auf der einen Seite ist eine Million Euro viel Geld, auf der anderen Seite zu wenig. Die Million würde ich als Ergänzungsmittel einsetzen, um daraus ein richtig großes und zukunftsträchtiges Projekt für die Stadt Heiligenhafen zu entwickeln. Bei 70 Prozent Förderung kann man sich ausrechnen, was das bedeuteten würde.“

   

   Im Frühjahr letzten Jahres war der Friedhofsverkauf am Sundweg an Mercedes ein großes Thema. Sollte die Grünfläche am Ruhewald bebaut werden?

Müller: „Wir müssen die wirtschaftliche und touristische Entwicklung Heiligenhafens im Auge behalten. Das bedeutet, dass wir Pro und Kontra für eine Bebauung sorgfältig abwägen und eine gute gemeinsame Entscheidung für die Stadt finden sollten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.