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Demenzhotel in Großenbrode wird Flüchtlingsunterkunft für Ukrainer

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Von: Patrick Rahlf

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Das frühere AWO-Demenzhotel in Großenbrode
Das frühere AWO-Demenzhotel soll zeitnah bis zu 65 ukrainische Flüchtlinge aufnehmen. © Patrick Rahlf

In Großenbrode sollen im ehemaligen AWO-Demenzhotel zeitnah Flüchtlinge aus der Ukraine unterkommen. Der Schienenersatzverkehr ab September soll gegenüber des Rathauses halten und für die DLRG wird ein Wohndorf geplant.

Großenbrode – Das frühere AWO-Demenzhotel in der Großenbroder Strandstraße soll zeitnah als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge aus der Ukraine genutzt werden. 65 Menschen werden dann zeitgleich in dem Haus untergebracht sein und später auf umliegende Gemeinden verteilt. Das hat Großenbrodes Bürgermeister Jens Reise (CDG) bei jüngster Gemeindevertretersitzung berichtet. Thomas Jeck, Sprecher des Kreises Ostholstein, wollte die Maßnahme auf Nachfrage gestern nicht bestätigen. 

Eine langfristige Unterbringung sei vor Ort nicht möglich, da ab Spätherbst die Umbaumaßnahmen am Gebäude beginnen sollen, teilte Reise (CDG) weiter mit. Bekanntlich sollen im früheren AWO-Demenzhotel 71 Ferienwohnungen und 24 Mitarbeiterwohnungen für Großenbroder Betriebe entstehen. 

Thekla Ganzert, leitende Verwaltungsbeamtin beim Amt Oldenburg-Land, erklärte bei der Sitzung am Mittwochabend, dass ein erster Aufruf des Amtes nach Unterbringungsmöglichkeiten für Ukraine-Flüchtlinge erfolgreich verlaufen sei, man aber jetzt schon wieder an die Grenzen stoße. „Wir erhalten hohe Zuweisungszahlen.“

Schienenersatzverkehr ab September hält gegenüber dem Rathaus

Ebenfalls Thema war der Schienenersatzverkehr, der ab 1. September dieses Jahres den Zugverkehr im nördlichen Ostholstein jahrelang ersetzen wird. Die Bushaltestelle für die Schnellbusse, die nur die Orte anfahren, die bislang auch einen Bahnhof hatten, soll nun direkt gegenüber vom Großenbroder Rathaus errichtet werden. „Allerdings werden wir weder eine Einbahnstraßenregelung in der Teichstraße akzeptieren noch wollen wir, dass Parkplätze vor Ort wegfallen“, machte Jens Reise deutlich, dass noch einige Punkte mit den Vorhabenträgern zu klären seien. 

Das Rathaus in Großenbrode
Vor dem Rathaus soll ab 1. September der Bus halten. Züge fahren dann keine mehr. © Patrick Rahlf

Wie Regionalmanager Jürgen Zuch sagte, würden moderne Doppelstockbusse zum Einsatz kommen, die stündlich zwischen Fehmarn und Lübeck abfahren würden. Zum Vergleich: Die Bahn fährt aktuell nur im zweistündigen Takt. Auch die Fahrtzeit soll von Puttgarden bis in die Hansestadt mit einer Stunde und 47 Minuten nur drei Minuten länger dauern als mit der Regionalbahn. „Natürlich klappt das nur, wenn die Busse nicht im Stau stehen und genügend Busfahrer vorhanden sind“, erklärte Jürgen Zuch. 

Wohndorf für die DLRG wird geplant

Einstimmig hat die Großenbroder Gemeindevertretung das Vorhaben auf den Weg gebracht, ein Wohndorf für die DLRG mit Mobilheimen westlich der neu gebauten Bootshalle von Patrick und Manfred Obereiner an der Straße Am Kai zu planen. CDU und BfG zeigten sich von den Plänen angetan, die CDG, FDP und SPD als Alternative zum Neubau, der direkt neben der DGzRS-Station am Kai hätte entstehen sollen, ins Spiel brachten. „Zukünftig würden wir uns aber freuen, wenn wir gemeinsam die Köpfe zusammenstecken und Alternativen finden und nicht davon aus der HP erfahren. Auch wir hatten Ideen für Alternativen, weshalb wir den ersten, viel zu teuren Vorschlag neben der DGzRS-Station auch abgelehnt haben“, sagte die neue CDU-Gemeindevertreterin Nicole Becker.

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