Party im Club.
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An drei Abenden ist im Oldenburger „Horizon“ ohne Maske und Abstand gefeiert worden.

„Horizon“-Club aus Oldenburg war dabei 

Disco-Modellversuch in Corona-Zeiten: Gelungenes Fazit

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Ein Disco-Besuch in Pandemiezeiten ist möglich und sicher machbar – wenn auch mit deutlich erhöhtem Aufwand. Schon in diesem Monat könnten Clubs in Schleswig-Holstein wieder öffnen, ein Modellversuch war erfolgreich.

  • Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) zieht gelungenes Fazit nach Disco-Modellversuch.
  • Auch in Oldenburg wurde an drei Abenden ohne Abstand und Masken gefeiert.
  • Wiedereröffnung von Diskotheken bereits ab dem 20. September möglich.

Oldenburg/Kiel – Das ist das Fazit der wissenschaftlichen Begleitung der Disco-Modellprojekte, für die am gestrigen Dienstag Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) gemeinsam mit dem Mediziner und Corona-Experten Prof. Dr. Stephan Ott und Joey Claußen, Betreiber der Modell-Disco „Joy“ aus Henstedt-Ulzburg, Bilanz zog. Auch die in Oldenburg in Holstein beheimatete Disco „Horizon“ hat an dem Modellprojekt teilgenommen (wir berichteten). 

Im Rahmen des Modellprojekts wurden drei Diskotheken ausgewählt, die jeweils drei Veranstaltungen anbieten durften. Zutritt erhielt nur, wer geimpft oder genesen war oder einen maximal sechs Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen konnte. Außerdem gab es Vorgaben für Nachtestungen, um die Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen wissenschaftlich auswerten zu können. Im „Joy“ in Henstedt-Ulzburg und im „Horizon“ in Oldenburg fanden jeweils drei Veranstaltungen statt, das Flensburger „Bootshaus“ musste das Modellprojekt nach zwei Veranstaltungen abbrechen, da die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis über 35 gestiegen war.

Hohe Impfquote bei Feier in Oldenburg

Laut Ott und Buchholz zeige die wissenschaftliche Auswertung der Daten, dass die engen Vorgaben Infektionen bei den Veranstaltungen verhinderten. Lediglich vier positive Tests gab es im Anschluss an die Feiern, eine Ansteckung in der Disco selbst sei laut den Gesundheitsämtern aber unwahrscheinlich. „Im Modell-Zeitraum war in den drei Kreisen die Inzidenz zwar gestiegen, das war aber ein genereller Trend und ist eher auf Reiserückkehrer und den Schulstart zurückzuführen. Bei den Partys hat sich niemand angesteckt, soweit wir wissen“, betonte Buchholz. Besonders positiv sei außerdem die teilweise hohe Quote der Geimpften und Genesenen. Bei einer Party im „Horizon“ in Oldenburg lag sie bei 74 Prozent.

Die Modellprojekte zeigten, dass die Öffnung von Diskotheken unter kontrollierten Bedingungen sicher sei, sagte der Minister weiter. „Mit einem Test- und Kontrollregime können wir dieser gebeutelten Branche wieder eine Perspektive geben.“ Wirtschaftsminister Bernd Buchholz macht sich für eine Wiedereröffnung von Diskotheken und Clubs bereits ab dem 20. September stark.

Auch die Lüftungsanlagen hätten sich bei dem Modellversuch bewährt, das zeigten die CO2-Messungen während der Veranstaltungen. Die Erkenntnisse aus den Modellprojekten seien eine wichtige Grundlage, um mögliche Öffnungsschritte vorzubereiten, sagte Buchholz. Verpflichtende Nachtestungen solle es hingegen nicht mehr geben. „Die waren für die wissenschaftliche Begleitung entscheidend“, so der Minister.  

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