Aktuv-Hus.
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Die Mehrheitsfraktionen in Heiligenhafens Stadtvertretung haben Flächen östlich vom Aktiv-Hus für einen möglichen Schwimmbad-Standort ausgemacht. Bis zu einer möglichen Realisierung wäre es aber ein sehr langer Weg.

Möglicher Standort östlich vom Aktiv-Hus

Ein Schwimmbad für Heiligenhafen: Vier Fraktionen starten letzten Versuch

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Dieser eingereichte Prüfauftrag ist eine faustdicke Überraschung: Die Fraktionen von CDU, BfH, SPD und FDP aus der Stdtvertretung haben die Schwimmbad-Idee für Heiligenhafen doch noch nicht aufgegeben.

  • Bürgermeister Kuno Brandt soll Förderwürdigkleit beim Wirtschaftsministerium ausloten.
  • Möglicher Standort wäre östlich vom Aktiv-Hus.
  • Wenn es eine Förderzusage aus Kiel gibt, soll es einen Bürgerentscheid geben.

Heiligenhafen – Im Hauptausschuss am kommenden Montag (17 Uhr im Kursaal) wird erstmals über einen Prüfauftrag diskutiert, der Bürgermeister Kuno Brandt dazu ermächtigen soll, mit dem Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein die grundsätzliche Förderwürdigkeit der beiden Projektbausteine „Schwimmbad“ und „Wellnessangebote Aktiv-Hus“ abzuklären und der Stadtvertretung die Ergebnisse vorzustellen. 

„Für den Fall, dass die Förderwürdigkeit gegeben ist und das Vorhaben wirtschaftlich umgesetzt werden könnte, wird Bürgervorsteherin Petra Kowoll gebeten, die Gedankenspiele in einer Einwohnerversammlung vorzustellen“, heißt es in dem Antrag der vier Mehrheitsfraktionen in Heiligenhafens Stadtvertretung. 

Direkte Beteiligung über Bürgerentscheid 

Doch damit nicht genug: Vor einer gegebenenfalls weiteren Beschlussfassung durch die Stadtvertretung ist das Projekt den Einwohnerinnen und Einwohnern Heiligenhafens im Rahmen eines Bürgerentscheids zur Abstimmung vorzulegen. „Eine deutliche Mehrheit hat sich im Rahmen eines Bürgerentscheides im Februar 2021 gegen ein Schwimmbad auf dem Steinwarder entschieden. Das haben wir verstanden. Wir haben auch verstanden, dass viele Befürworterinnen und Befürworter und auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens nicht gegen ein Schwimmbad als solches, sondern gegen den Standort auf dem Steinwarder gewesen sind“, heißt es in der Begründung des gestellten Antrags von CDU, BfH, SPD und FDP.

Es würde bereits eine Projektskizze vorliegen, die gemeinsam mit der notwendigen Überarbeitung des Wellnessangebots im Aktiv-Hus auch ein Schwimmbad auf der Freifläche und den Promenaden östlich vom Aktiv-Hus in Richtung Binnensee vorsehen könnte.

„Ein attraktives Schwimm- und Freizeitangebot an einem ökologisch absolut unkritischen Standort.“

Gerd Panitzki (CDU), Simon Schulz (BfH), Monika Rübenkamp (SPD) und Helmut Gideon (FDP) haben den Antrag unterzeichnet.

„In Kombination mit einem runderneuerten Wellnessangebot im Aktiv-Hus und einem damit auch räumlich verbundenen Schwimm- und Erlebnisangebot besteht nach fester Überzeugung der antragstellenden Fraktionen die Möglichkeit, an einem ökologisch absolut unkritischen Standort ein attraktives Schwimm- und Freizeitangebot zu schaffen“, heißt es abschließend in dem von Gerd Panitzki (CDU), Simon Schulz (BfH), Monika Rübenkamp (SPD) und Helmut Gideon (FDP) unterzeichneten Antrag. 

Bislang sind die Überlegungen aber alles nur Gedankenspiele. Sollte das Wirtschaftsministerium in Kiel Bürgermeister Kuno Brandt mitteilen, dass keine Förderung in Aussicht gestellt wird, hätte sich das Schwimmbad-Projekt ohnehin erledigt. 

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