Dr. Mareile Wallrabenstein und Dr. Elisabeth Haller
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Dr. Elisabeth Haller (r.) übergibt das Stethoskop nach 33 Jahren in der Fischerstraße an ihre Nachfolgerin Dr. Mareile Wallrabenstein.

Dr. Elisabeth Haller geht in den Ruhestand

Generationenwechsel geht weiter: Abschied nach 33 Jahren

  • Hans-Jörg Meckes
    vonHans-Jörg Meckes
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Dr. Elisabeth Haller war 33 Jahre Ärztin in der Fischerstraße in Heiligenhafen. Nun reicht sie das Stethoskop an ihre Nachfolgerin Dr. Mareile Wallrabenstein weiter und bedankt sich bei ihren Patienten für die langjährige Treue.

  • Dr. Elisabeth Haller war 1988 die einzige weibliche niedergelassene Fachärztin in Heiligenhafen.
  • Die meiste Zeit leitete sie die Praxis mit ihrem Mann Dr. Thomas Haller und zuletzt mit Thomas Brücker.
  • Ihre Nachfolgerin wird Dr. Mareile Wallrabenstein, die schon seit zwei Jahren in der Praxis arbeitet.

Heiligenhafen – Nach 33 Jahren verabschiedet sich Dr. Elisabeth Haller in den Ruhestand. Seit 1988 hatte die Ärztin die Praxis in der Fischerstraße in Heiligenhafen gemeinsam mit ihrem Mann, Dr. Thomas Haller, geleitet, der sich bereits Anfang 2018 in den Ruhestand begab.

Wie die HP Anfang März berichtete, hat Dr. Elisabeth Haller mit Dr. Mareile Wallrabenstein auch schon eine Nachfolgerin gefunden, die die Praxis ab April zusammen mit Thomas Brücker leiten wird. Der Übergang verlaufe fließend, da Wallrabenstein schon seit etwa zwei Jahren in der Praxis in der Fischerstraße beschäftigt sei.

1988 die einzige weibliche Fachärztin

Sie sei damals, als sie 1988 in die Praxis ihres Mannes mit einstieg, die einzige weibliche niedergelassene Fachärztin in Heiligenhafen gewesen, erzählt Haller. Die Schwierigkeit habe zunächst darin bestanden, die Arbeit in der Praxis und das Familienleben mit ihren zwei Kindern erfolgreich zu koordinieren. „Es geht mit einer Doppelbelastung von Haushalt und Kindern einher. Das ist eine Herausforderung“, sagt die 65-Jährige, die sich die Aufgaben mit ihrem Mann aufgeteilt habe. Sie blickt nach wie vor gern auf die gemeinsame Zeit in der Praxis mit ihrem Mann zurück: „In 30 Jahren waren wir nur an einem Tag gemeinsam krank“, erinnert sich Haller an eine damalige Magen-Darm-Grippe.

Zu Beginn war sie auf Kinderheilkunde spezialisiert und ging später in Richtung Sportmedizin, die viel mit dem Thema Rücken zu tun habe, beschreibt Haller weiter.

Die 65-Jährige ist in der Nähe von Essen im Ruhrgebiet aufgewachsen und studierte später Medizin in Frankfurt am Main. Vor ihrer Zeit in der Praxis in Heiligenhafen arbeitete sie im Krankenhaus in Oldenburg in der Chirurgie, erzählt sie im Gespräch mit der HP.

Am schönsten ist es in der Warderstadt

In einem Ort wie Frankfurt im Binnenland wollte sie aber nie wirklich wohnen, so Haller weiter. Sie und ihren Mann zog es an die Ostseeküste in die Warderstadt. „Heiligenhafen ist ausgesprochen lebenswert“, befindet die Pensionärin, die sich darüber freut, dass der Generationenwechsel in ihrer Praxis erfolgreich verlaufen ist. Sie freue sich insgesamt für Heiligenhafen, dass die Ärztenachfolge mittlerweile erfolgreich sei. „Das sah vor fünf Jahren anders aus.“

Heiligenhafen ist ausgesprochen lebenswert.

Dr. Elisabeth Haller

Haller möchte mit ihrem Mann in Zukunft Reisen unternehmen, sobald die Corona-Pandemie vorbei ist. Besonders freut sich das Ehepaar auf künftige Ausflüge mit ihrem Bus, den es als ihr „zweites Zuhause“ bezeichnet.

Aktuell sind beide aber immer noch aktiv und führen beispielsweise die Impfungen gegen das Corona-virus an den Standorten in Eutin und Lensahn mit durch. Thomas Haller hilft zudem stundenweise zusätzlich bei der Allgemeinärztin Gunhild Gille in der Lauritz-Maßmann-Straße aus.

Dank an die Patienten für die langjährige Treue

Elisabeth Haller möchte sich zum Abschluss an ihre Patienten wenden: „Danke für die langjährige Treue. Ich glaube, dass ich den Menschen eine gute und kompetente Nachfolgerin an die Hand gebe, die ihre Arbeit mit viel Empathie wahrnimmt.“

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