Drei Heiligenhafener wurden im Eutiner Kreishaus für ihr Engagement ausgezeichnet

Drei Kreis-Ehrennadeln für Heiligenhafen

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Kreispräsident Harald Werner (r.) und Landrat Reinhard Sager (l.) verliehen am Freitag die Ehrennadel des Kreises Ostholstein an den Vorsitzenden des ASB-Regionalverbandes Ostholstein, Jörg Bochnik (2.v.l.), und an Carola und Hans-Detlef Stölken vom Verein Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn.

Eutin/Heiligenhafen -ft- Ostholsteins Kreispräsident Harald Werner und Landrat Reinhard Sager (beide CDU) haben am Freitag im Ostholstein-Saal des Kreishauses die diesjährigen Ehrennadeln an engagierte Bürger verliehen. Zu den Geehrten gehörten auch der Vorsitzendes des ASB-Regionalverbandes Ostholstein, Jörg Bochnik, sowie Carola und Hans-Detlef Stölken vom Verein Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn. Anwesend bei der Verleihung der Ehrennadel waren unter anderem auch Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt sowie der stellvertretende Landrat Timo Gaarz.

In seiner Ansprache blickte Kreispräsident Werner auf den Beginn der Ehrennadelverleihung durch den Kreis Ostholstein zurück. Am 3. Juli 2003, im Internationalen Jahr der Freiwilligen, hatte der Kreistag auf Anregung des amtierenden Landrates Volker Lohr die Richtlinien zur Verleihung der Ehrennadel beschlossen. Es sollte ein Zeichen der Stärkung des Ehrenamtes sein. „Um dem Stellenwert der Verleihung gerecht zu werden, finden die Auszeichnungen seit 2016 im feierlichen Rahmen abwechselnd im Kloster Cismar und im Schloss Eutin statt. In diesem Jahr haben wir die Ehrung wegen der Corona-Pandemie in den Ostholstein-Saal des Kreishauses verlegt. In einem deutlich kleineren, aber nicht weniger feierlichen Rahmen“, so der Kreispräsident. Er unterstrich die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes als unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Lebens in der heutigen Gesellschaft. Zugleich ginge es aber auch darum, andere Menschen zu motivieren und aufzufordern, sich ebenfalls zu engagieren. In diesem Jahr wurden insgesamt neun Ehrenamtler mit der Ehrennadel des Kreises ausgezeichnet.

Wie der Kreispräsident in seiner Laudatio sagte, habe Jörg Bochnik den Arbeiter-Samariter-Bund, Ortsverband Heiligenhafen, im Jahr 1969 mitgegründet. Nach anfänglich schwierigen Verhältnissen ist der ASB Heiligenhafen, der im Jahr 2014 in den ASB-Regionalverband Ostholstein umbenannt wurde, zu einer beachtlichen Hilfsorganisation geworden. „Es gibt den Aufgabenbereich Katastrophenschutz mit Schnelleinsatzgruppe mit Sanitäts-, Betreuungs- und Führungseinheiten. Die Aufgabenvielfalt wurde in den Jahren zudem ständig erweitert. Hausnotruf und ambulanter Pflegedienst kamen hinzu“, so Werner. Neben den Heiligenhafener Angeboten gibt es eine Sozialstation in Burg auf Fehmarn. Im Bereich des Rettungsdienstes werden im Auftrag des Kreises zwei Wachen in Heiligenhafen und auf Fehmarn betrieben, eine weitere Rettungswache ist auf Fehmarn in Planung. „Neben der Erste-Hilfe-Ausbildung kommen die Betreuung von Großveranstaltungen, Schulsanitätsdienste an der Inselschule Fehmarn und der Warderschule Heiligenhafen hinzu. Zudem gibt es eine sehr aktive Jugendarbeit mit drei Kinder- und Jugendgruppen in Heiligenhafen und Fehmarn“, sagte der Kreispräsident voller Anerkennung. „Jörg Bochnik ist immer noch auf vielen Ebenen dabei und in herausragender Weise engagiert. Es ist nicht zuletzt sein Verdienst, dass der ASB-Regionalverband mit den vorgenannten Aufgaben so hervorragend aufgestellt ist. Als langjähriger Vorsitzender ist er an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt.“

Carola und Hans-Detlef Stölken, ebenfalls aus Heiligenhafen, haben ein großes Herz für Tiere. Beide leiten den Verein Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn, der 1994 gegründet wurde. Im April 2012 ist Hans-Detlef Stölken zum 1. Vorsitzenden gewählt worden. Der Schwerpunkt des Vereins ist die Versorgung von verwilderten Hauskatzen. „Verantwortungslosigkeit und Gedankenlosigkeit sowie zunehmend soziale Probleme führen dazu, dass Katzen nicht kastriert werden oder auch unkastriert ausgesetzt werden. Diese Katzen führen ein bedauernswertes Leben“, so Werner. Es sind schon mehrere Kastrationsaktionen durchgeführt worden. Hierfür wird lediglich ein jährlicher Zuschuss seitens der Städte Heiligenhafen und Fehmarn geleistet. Die Finanzierung der Tierarzt- und Futterkosten übernimmt der Verein, der sich überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen (rund 50 Mitglieder) und Spenden finanziert. Aber der Verein kümmert sich auch um Hunde und Pferde aus schlechter Haltung oder Möwen, Enten, Kaninchen und Vögel, die verwundet gefunden werden. „Für diesen Verein engagieren sich Carola und Hans-Detlef Stölken mit Herz und Seele, sie kümmern sich um die Aufnahme von Fundtieren, unabhängig von der Tages- und Nachtzeit oder den Wochentagen – und das zwölf Monate im Jahr.“

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