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Ehemaliges Polizeiboot „Staberhuk“ nimmt Abschied

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Von: Peter Foth

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Das Boot „Staberhuk“
Das ehemalige Heiligenhafener Polizeiboot „Staberhuk“ wird nach Reparaturarbeiten auf der Göttsch-Werft mit einem neuen Eigner seine Reise nach Madeira antreten. © Peter Foth

Das ehemalige Polizeiboot „Staberhuk“ hat einen neuen Besitzer. Derzeit wird es in der Göttsch-Werft gewartet und soll im Frühsommer auf die portugiesische Insel Madeira überfahren.

Heiligenhafen – Mit dem ehemaligen Polizeiboot „Staberhuk“ verlässt ein Stück Seefahrtsgeschichte Heiligenhafen. Zurzeit liegt die „Staberhuk“ aufgeslipt in der Heiligenhafener Werft von Holger Much, wo Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden. So soll das Unterwasserschiff einen neuen Anstrich bekommen, und auch an Deck wird es einige Umbauten, darunter einen weiteren Zugang zum Schiffsinneren und ein Sonnendach, geben.

Nach dem Werftaufenthalt will der neue Schweizer Eigner die „Staberhuk“ nach Madeira (Portugal) verlegen. Zuerst geht es durch den Nord-Ostsee-Kanal und dann immer weiter nach Süden.

Die letzten Jahre hatte das ehemalige Polizeiboot im Heiligenhafener Museumshafen gelegen, bevor die alten Eigner Mark Riley und Romana Moreno es verkauft hatten. Wie die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) der HP damals sagten, sei die „Staberhuk“ ein Zugewinn für den Museumshafen, denn das Schiff verkörpere ein Stück Vergangenheit mit der Warderstadt. Und auch die Heiligenhafener freuten sich, dass ein ehemaliges Dienstboot der Wasserschutzpolizei wieder nach Heiligenhafen zurückgekehrt war. Das Boot lag bisher in Holland. Die damaligen Eigner Mark Riley und Romana Moreno hatten das Schiff wieder in Deutschland eingeflaggt, sodass es nun wieder die deutsche Flagge trug. An einem Sommertag im Jahr 2017 war die „Staberhuk“ in Harlingen (Holland) ausgelaufen und hatte Kurs auf Heiligenhafen genommen. Über die Nordsee ging es auf die Elbe bis nach Brunsbüttel, dann durch den Nordostseekanal nach Kiel. Von hieraus war es nicht mehr weit bis nach Heiligenhafen.

Überfahrt nach Madeira im Frühsommer geplant

Die „Staberhuk“ wurde 1967 bei der Fassmer-Werft an der Unterweser gebaut und hat bei der Wasserschutzpolizei in Heiligenhafen von 1968 bis 1989 als Patrouillenboot seinen Dienst verrichtet. Das Boot ist 27,2 Meter lang und 6,36 Meter breit. Der Antrieb wird von zwei Zehn-Zylinder-V-Motoren mit jeweils 900 Kilowatt Leistung erbracht. Bei voller Fahrt soll die „Staberhuk“ eine Geschwindigkeit von 24 Knoten erreichen. Rumpf und Aufbauten bestehen aus Aluminium. Aus Heiligenhafen gehen viele Wünsche mit auf den Kurs nach Madeira. Die Überfahrt ist im Frühsommer geplant.

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