Planskizze Beach-Club
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In exponierter Lage könnte ein Beach-Club-Projekt umgesetzt werden. Die Investoren haben sich den aufgeschütteten Steinwarder-Südstrand ausgeguckt. Die Location liegt gegenüber des Beach Motel-Parkplatzes.

Ganzjährige Gastronomie mit SUP- und Tretbootverleih: Ausschuss zeigt sich beeindruckt

„Sehen in Heiligenhafen das Potential für einen der besten Beach-Clubs Schleswig-Holsteins“

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Der vor fünf Jahren aufgespülte Binnensee-Strand in Heiligenhafen soll eine Belebung erfahren – und die hat es in sich. Kai Enseleit von Fehmarn hat dem Stadtentwicklungsausschuss das Projekt „Supper Club“ vorgestellt, das bereits an der Alster in Hamburg sehr erfolgreich läuft.

  • Ein Beach-Club nach Hamburger Vorbild soll am Heiligenhafener Binnensee entstehen.
  • Gastronomie soll ganzjährig geöffnet haben.
  • Bis zu 15 Mitarbeiter würden in ganzjähriger Festanstellung arbeiten.

Heiligenhafen – Dabei handelt es sich um einen Beach-Club mit SUP- und Tretbootverleih, einem angrenzenden Shop sowie gastronomischen Angeboten. „Der Heiligenhafener Binnensee würde sich als Standort perfekt eignen“, erklärte Kai Enseleit, der bereits erste Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde geführt hat, gleichzeitig aber auch sagte, dass das Vorhaben „noch ganz am Anfang“ stehe. Doch wie es ausschaut, können die Planungen ab sofort intensiviert werden. Neben Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos), der den Beach-Club am Binnensee-Strand als „sehr spannendes Projekt“ bezeichnete, gab es auch die volle Zustimmung aller 13 Ausschussmitglieder. „Besonders die Einstimmigkeit hat mich sehr gefreut. Jetzt können wir den eingeschlagenen Weg weitergehen“, so Enseleit. Und der wird lang sein, schließlich muss ein Bebauungsplan für diesen Bereich aufgestellt werden, auch umfangreiche Bodenuntersuchungen werden nötig sein.

Im Außenbereich soll genügend Platz sein, um zu entspannen.

Konkret soll es sich um einen Beach-Club in Holzständerbauweise mit einer Höhe von 4,60 Meter und einer Nutzfläche von 600 Quadratmetern handeln. Ob die Toiletten öffentlich seien, müsse später mit der Stadt verhandelt werden, so Enseleit auf Nachfrage von Ausschussmitgliedern. Ein Steg mit Schwimmpontons, der im Herbst abgebaut werden kann, könnte ebenfalls realisiert werden. „Die Gastronomie soll ganzjährig, aber mindestens elf Monate im Jahr geöffnet haben“, erklärte Kai Enseleit, der im Sommer mit 25 bis 30 Mitarbeitern rechnet. „Bis zu 15 davon werden in ganzjähriger Festanstellung beschäftigt werden.“ Eine Außenterrasse sowie eine 115 Quadratmeter große Dachterrasse sollen für eine angenehme Aufenthaltsqualität mit Blick auf den Binnensee garantieren, auf dem SUP-Padler und Tretbootfahrer unterwegs sind. 

Der Steg bietet Zugang zu Tretbooten und SUPs. Im Winter soll er abgebaut werden.

Petra Kowoll (CDU) ist generell für eine gesteigerte Nutzung des Binnensees, fragte aber zugleich, ob das Angebot Konkurrenz für Wassersportschulen-Betreiber Michael Jesse darstelle. „Wir haben bereits ein Gespräch geführt, in dem wir deutlich gesagt haben, dass es bei uns keinerlei Schulungen geben wird. Und wenn, dann kann er diese durchführen“, so der potentielle Investor von Fehmarn, der das Projekt mit weiteren Partnern realisieren möchte. „Wir sehen hier das Potential für einen der besten Beach-Clubs in ganz Schleswig-Holstein.“ 

Bedenken gab es im Ausschuss lediglich in Bezug auf die ohnehin schon angespannte Parkplatzsituation auf dem Steinwarder. „Das müssen wir uns im Detail gemeinsam mit der Stadt anschauen“, so Kai Enseleit, der nach eigener Aussage auch das Thema Mitarbeiterwohnungen auf dem Zettel hat.

Rad.SH: Stadt strebt Mitgliedschaft an 

Ebenfalls hat der Heiligenhafener Stadtentwicklungsausschuss einstimmig eine Mitgliedschaft bei der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Rad.SH zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein empfohlen. Das Ziel des Vereins: Kommunen können sich untereinander vernetzen, bündeln ihre Kräfte und schaffen einen Informationsfluss – auch Richtung Bund und Land. „Wir sind flächendeckend in ganz Schleswig-Holstein vertreten. Unser Ziel ist es, als Lobby der Kommunen mit einer großen Stimme im Ministerium zu sprechen, um beispielsweise Fördergelder einzuwerben“, sagte ein Vereinsvertreter. 76 Städte sind in der Arbeitsgemeinschaft organisiert, Heiligenhafen soll zeitnah dazustoßen. 

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