Heiligenhafener Pilotprojekt in der Franz-Böttger-Schule soll übergewichtigen Schülern helfen

„Ernährungs-Safari“ für Kinder

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Gesunde Ernährung statt Fast-Food: Physiotherapeut Fabian Unger, DAK-Serviceleiter Andreas Lie, Bürgermeister Heiko Müller, Famila-Marktleiterin Ina Herbst, Kinderarzt Markus Giersch und Ernährungsberaterin Else Marie Manske-Nüßlein (von links) wollen sich mit dem „Safarikids-Fitfood“-Programm für die Gesundheit übergewichtiger Kinder einsetzen.

HEILIGENHAFEN (wob) · Gerade nach den ganzen Feiertagen mit dem meist reichhaltigem Essen macht sich bei vielen das schlechte Gewissen breit und so lautet ein beliebter Neujahrsvorsatz: Weniger essen! Und da Übergewicht auch unter Kindern und Jugendlichen immer stärker vertreten ist, soll nun mit dem Programm „Safarikids-Fitfood“ ein Pilotprojekt für gesunde Ernährung gestartet werden.

Auf einer Informationsveranstaltung am 13. Januar (Donnerstag) wird das Programm vorgestellt; in den Räumen der Franz-Böttger-Schule können sich interessierte Eltern und Kinder um 16 Uhr über die „Ernährungs-Safari“ informieren. Losgehen soll es dann am 20. Januar; an zwölf Nachmittagen lernen Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwölf Jahren in kleinen Gruppen etwa den Unterschied zwischen Hunger und Appetit, finden versteckte Dickmacher und lernen gesunde Ess- und Trinkgewohnheiten kennen.

▪ Eltern werden mit einbezogen

„Das Besondere ist, dass auch die Eltern mit eingebunden werden“, erklärt Ökotrophologin Else Marie Manske-Nüßlein, die sich für das „Ernährungscamp“ in Heiligenhafen stark gemacht hat. Dies stärke die Motivation der Jungen und Mädchen, ist die Ernährungsberaterin überzeugt. Als Schulträger konnte Bürgermeister Heiko Müller in der Franz-Böttger-Schule geeignete Räume anbieten und das Projekt so unterstützen. Die Nahrungsmittel, mit denen die Kursteilnehmer an einem ausgewogenen Ernährungsplan arbeiten, stellt der Heiligenhafener Famila-Markt zur Verfügung.

Die Gesundheit der Schüler ist auch für Kinderarzt Markus Giersch ein wichtiges Anliegen. Der Heiligenhafener Mediziner ist froh, dass hier etwas gegen das immer größer werdende Problem des Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen getan wird. „Wir wollen gegen schlechte Ernährungsgewohnheiten im Alltag angehen, die oft schon sehr früh von den Kindern erlernt werden. Hier setzen die Safarikids an.“ Gerade, weil die Acht- bis Zwölfjährigen noch in der Wachstumsphase stecken, sieht Giersch gute Chancen, mit rechtzeitigen Maßnahmen eine drohende Adipositas im Erwachsenenalter zu verhindern.

▪ Auch gut für das Selbstbewusstsein

Die Teilnahme bei den „Safarikids“ soll den Kindern und Jugendlichen nicht nur dabei helfen, Pfunde zu verlieren, sondern vor allem ein gesünderes Ernährungsbewusstsein vermitteln. Die so erworbenen Kenntnisse wirken sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein und damit auch auf die schulischen Leistungen aus, die oft durch Übergewicht in Mitleidenschaft gezogen werden, so Andreas Lie von der DAK Oldenburg. So soll in Heiligenhafen ein Pilotprojekt geschaffen werden, das bundesweit Schule machen soll. Wer an der Ernährungs-Safari teilnehmen möchte, kann sich telefonisch unter 0 43 62 / 50 23 50 bei Frau Manske-Nüßlein anmelden.

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