Kühe am Jachthafen in Heiligenhafen.
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Einige der Kühe bogen Richtung Jachthafen ab und stiegen dort ins Wasser. 14 weitere Artgenossen liefen den Strand entlang bis zum Campingplatz Blank-Eck. Alle Tiere konnten wieder eingefangen werden.

Heiligenhafens Feuerwehr erlebt erneut skurrilen Einsatz

Wieder ausgebüxt: Graswarder-Kühe im Hafenbecken

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Die Kühe vom Graswarder in Heiligenhafen sind erneut von ihrer Weide davongelaufen und haben dieses Mal den Jachthafen für sich entdeckt. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von drei Wochen, dass die Tiere ausbüxten.

  • Vier Kühe liefen ins Hafenbecken und mussten mit Booten zurück an Land getrieben werden.
  • 14 weitere Tiere liefen in den Strandbereich bis zur Steilküste.
  • Dieses Mal war das Tor der Weide verschlossen, und die Kühe konnten trotzdem weglaufen.

Heiligenhafen – Die Kühe vom Graswarder haben derzeit einen großen Bewegungsdrang: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben insgesamt 18 Kühe vom Neuratjensdorfer Landwirt Arne Höppner Feuerwehr und zahlreiche Helfer mehrere Stunden beschäftigt. Vier Graswarder-Kühe hatte es in den Bereich des Jachthafens getrieben, die dort ins Wasser liefen und von der Feuerwehr mit Booten zurück an Land getrieben werden mussten. 14 weitere Tiere liefen unterdessen den Strandbereich bis zur Steilküste entlang und konnten erst auf Höhe des Campingplatzes Blank-Eck wieder eingefangen werden. Erst vor rund drei Wochen hatten die Kühe einen Ausflug unternommen und waren in den frühen Abendstunden zur Seebrücke gerannt. 

Wir werden der Ursache auf den Grund gehen, wie die Tiere es geschafft haben, wegzulaufen.

Landwirt Arne Höppner

„Während vor drei Wochen jemand das Tor zur Weide absichtlich geöffnet hatte, war es nun verschlossen. Wir werden der Ursache auf den Grund gehen, wie die Tiere es geschafft haben, wegzulaufen“, sagte Landwirt Arne Höppner auf HP-Nachfrage. Er und seine Helfer waren seit 1 Uhr auf den Beinen, erst gegen 9 Uhr waren alle Tiere sicher auf dem Hof in Neuratjensdorf angekommen. „Sie waren alle sehr aufgeregt und bleiben erst mal im Stall.“

Für die Heiligenhafener Feuerwehr war der nächtliche Einsatz gegen halb fünf beendet. „Hauptsächlich haben wir bei der Lokalisierung der Tiere unterstützt und waren für das Ausleuchten zuständig. Außerdem haben wir es mit einem Boot geschafft, vier Kühe aus dem Hafenbecken zurück an Land zu treiben“, berichtete Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl über den ungewöhnlichen Einsatz am Jachthafen.

Feuerwehr hatte bereits mehrere „tierische Einsätze“

Für die Heiligenhafener Wehr war es einer von mehreren „tierischen Einsätzen“, die es in diesem Jahr bereits gegeben hatte. „Kühe, Möwen, Vögel oder Schwäne – die Liste wird immer länger“, so Michael Kahl. 

Insgesamt gab es bereits 81 Einsätze in diesem Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen.

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