Nach 30 Jahren findet die „unendliche Geschichte“ doch ein gutes Ende / Fertigstellung im November

Erster Spatenstich für Südtangente

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Mit dem ersten Spatenstrich leiteten der Vorsitzende des Umwelt-, Bau- und Kleingartenausschusses, Marcus Schmidt, Bürgermeister Heiko Müller (m.) und Bauamtsleiter Jürgen Bahr (r.) den Bau der Südtangente ein. Mit dabei waren auch die Bauleiter der Firma Groth & Co.

HEILIGENHAFEN (ft) · Der im Jahr 1981 im städtebaulichen Rahmenplan fixierte Gedanke, um die Altstadt herum eine Südtangente zur Entlastung der Verkehrs in der Innenstadt zu bauen, wird nun verwirklicht, das machte der erste Spatenstich am Mittwoch deutlich. Damit hat die „unendliche Geschichte“, wie Bürgermeister Heiko Müller es nannte, ein glückliches Ende gefunden.

Um Anlieger sowie die Bürger über den Verlauf der Baumaßnahme zu informieren und auch Fragen zu beantworten, hat der Bürgermeister am 9. Februar (Mittwoch) um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Hier werden neben Müller und seiner Verwaltung auch die Planer und die Baufirma zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen.

Zum Verkehrskonzept einer Altstadtumgehung gehört auch der Verkehrskreisel am Wilhelmsplatz, der im Rahmen eines Gemeinschaftsvorhabens mit dem Kreis Ostholstein und unterstützt mit Fördermitteln in den Jahren 2005 und 2006 schon fertiggestellt werden konnte. Von hier geht es jetzt weiter über die Weide-, Wend-und Schmiedestraße bis zur Anbindung an die Bergstraße.

▪ Vollausbau der Fahrbahn

Unter Berücksichtigung der geplanten verkehrslenkenden Maßnahmen ist die Südtangente für ein erwartetes Verkehrsaufkommen von rund 5 000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden ausgelegt. Auch für die Sicherheitsbedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer ist gesorgt. Einen besonderen Wert legt man dabei auf die Sicherheit der schulpflichtigen Kinder, die diesen Weg benutzen. So haben die Planer eine Neuaufteilung des bestehenden Straßenquerschnittes mit einem Vollausbau der Fahrbahn auf eine Regelbreite von sechs Metern zwischen den Hochborden, der Anlegung eines südseitig anschließenden Gehweges in einer Breite von bis zu 1,5 Metern und einem bis zu 2,75 Meter breiten gemeinsamen Rad- und Gehweg auf der Nordseite vorgesehen.

Weiterer Bestandteil des Ausbauvorhabens ist eine Neuordnung der Oberflächenentwässerung, der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Gleichzeitig werden von den Ver- und Entsorgungsunternehmen sanierungsbedürftige Haupt- und Hausanschlussleitungen instandgesetzt. Die Ausbaustrecke beginnt am Wilhelmsplatz und endet nach etwa 830 Metern am Knotenpunkt Bergstraße/Lütjenburger Weg/Schmiedestraße. Die Gesamtbaustrecke wird zur Verbesserung des Verkehrsflusses in mehrere Abschnitte so eingeteilt, dass jederzeit eine akzeptable Umleitungsstrecke angeboten werden kann.

▪ Anlieger-Zufahrt bleibt bestehen

Die Zufahrt wird für die Anlieger aufrechterhalten. Die Baudurchführung liegt in den Händen der Firma Groth & Co. aus Burg auf Fehmarn.

Der erste Bauabschnitt beginnt mit den Kanalbauarbeiten in der Weidestraße. Nach der aktuellem Bauzeitenplanung soll die in vier Abschnitte eingeteilte Baumaßnahme im November 2011 fertiggestellt sein. Die Umleitung des Durchgangsverkehrs wurde entsprechend des genehmigten Verkehrsregelungsplanes jeweils am Wilhelmsplatz und an der Bergstraße aufgestellt. Für Anlieger ist die Zufahrt bis zur Baustelle frei.

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