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Es soll bald wieder losgehen im Pier 15

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Von: Hans-Jörg Meckes, Patrick Rahlf

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Das Pier 15 in Heiligenhafen
Während der Corona-Pandemie wurde das „Pier 15“ vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Teststation genutzt. Veranstaltungen sollen voraussichtlich im Sommer wieder anlaufen. © Patrick Rahlf

Eigentlich sollte das Pier 15 in Heiligenhafen Anfang 2020 wieder zum beliebten Veranstaltungsort werden. Doch dann kam die Corona-Pandemie. Nun soll es mit den Veranstaltungen voraussichtlich im Sommer wieder losgehen.

Heiligenhafen – Eigentlich wollte der Jugendclub Pier 15 nach einer turbulenten Zeit im Jahr 2020 wieder richtig loslegen. Doch dann machte Corona dem Trägerverein einen dicken Strich durch die Rechnung. Veranstaltungen waren nun erst mal für fast zwei Jahre nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. In der Zwischenzeit nutzte sogar der ASB das Gebäude, das zahlreiche Jugendliche in den Jahren von 2015 bis 2017 mit viel Fleiß und Eigenarbeit renoviert hatten, als Corona-Teststation. 

Aktuell ist es immer noch still um das Pier 15, aber nach wie vor sei geplant, den Club mit Leben zu füllen, sagte der Pier 15-Vereinsvorsitzende Marc Wiemers gegenüber der HP. „Es soll in absehbarer Zeit wieder vorwärtsgehen. 2020 haben wir gute Gespräche geführt, und es hat sich etwas bewegt. Wir hoffen, dass wir da ansetzen können, wo wir aufgehört haben. Vorher sind aber noch ein bis zwei Dinge zu klären.“ 

Heiligenhafens Bürgervorsteherin Petra Kowoll, die die Mitglieder des Vereins seit 2019 bei der Organisation unterstützt, sagte gegenüber unserer Zeitung: „Im Moment steht das Projekt Pier 15 tatsächlich.“ Nachdem Anfang 2020 einige Veranstaltungen gerade erst anliefen, blieb der Club während der Pandemie auf seinem vorher eingekauften Bestand an Getränken sitzen. „Das, was wir eingekauft hatten, musste weg“, so Kowoll weiter. 

Verein muss noch einige verwaltungstechnische Dinge klären

Doch es soll wieder losgehen im Pier 15, so die Bürgervorsteherin. Zunächst müsse der Vereinsvorstand jedoch noch einige verwaltungstechnische Dinge erledigen. Es gehe darum, dass Informationen umgetragen werden müssen, die noch nicht im Vereinsregister erfasst wurden. Dies sei allerdings etwas, um das sich der Verein kümmern müsse, betont Kowoll. Offene Rechnungen gebe es wie in der Vergangenheit, als sich der Verein in finanziellen Schwierigkeiten befand, aber nicht mehr. Auch der Zustand des Gebäudes sei einwandfrei, „die Vereinsmitglieder müssen nur ein wenig sauber machen“, erklärt Kowoll. Sie hofft, dass der Club in diesem Sommer wieder Veranstaltungen anbieten kann. „Wir müssen es auch tun, denn wir haben sonst nichts für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ort.“

Nicht zu vergessen bleibt, dass die Stadt Heiligenhafen im Jahr 2015 insgesamt 80000 Euro für die umfangreichen Instandsetzungsarbeiten des Gebäudes in die Hand genommen hat, um daraus überhaupt einen Jugendclub für Veranstaltungen und Partys zu machen. Nachdem 2017 die große Eröffnung gefeiert wurde, fanden rauschende Partys, Konzerte und sogar kulturelle Events in dem Gebäude statt. 

Was folgte, war eine rapide Talfahrt: Unkontrollierte Eigennutzungen, unbezahlte Rechnungen und es gab plötzlich niemanden mehr, der sich um organisatorische Dinge kümmerte. Damalige Vorstands- und Clubmitglieder hatten auf Vereinskosten Getränke herausgegeben, Getränke nicht bezahlt, die Musik zu laut gedreht und „hier und da ging immer mal etwas kaputt“, berichtete der heutige Vorsitzende. Die Folgen: Mahnungen und Post vom Anwalt. 

Der neue Vorstand um Marc Wiemers will nun an die guten Zeiten des Clubs in der Hafenstraße 35 anknüpfen.

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