Dr. Hansgeorg Schönberger mit Landwirten auf dem Versuchsfeld in Friedrichsthal.
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Dr. Hansgeorg Schönberger klärte die Landwirte in Friedrichsthal über Fungizide und deren Wirkungsweise bei Weizensorten auf.

Jährliches Treffen des Versuchsrings Ostholstein zu Feldversuchen

Friedrichsthal: Landwirte ließen sich zum Getreideanbau beraten

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Einmal im Jahr treffen sich die Landwirte des Zusammenschlusses Versuchsring Ostholstein auf den Versuchsfeldern in Friedrichsthal, um sich zum Getreideanbau beraten zu lassen. Die Berater informierten wieder umfangreich und fundiert.

  • Der Versuchsring Ostholstein ist ein Zusammenschluss von Landwirten in Norddeutschland.
  • Einmal im Jahr treffen sie sich zur Feldführung in Friedrichsthal.
  • Dort werden sie von professionellen Beratern zum Getreideanbau beraten.

Gremersdorf – Einmal im Jahr lädt der Versuchsring Ostholstein, ein Zusammenschluss von Landwirten in Norddeutschland, zu seiner traditionellen Feldführung in Friedrichsthal ein. Dort wurden wieder interessante Versuche zu verschiedenen Getreidesorten wie Gerste, Weizen, Hafer und Bohnen gezeigt.

Henrik Kühlsen vertrat den Vorsitzenden Jürgen Rauert, der an diesem Tag verhindert war, und konnte zahlreiche Landwirte begrüßen, die sich über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Getreidesorten informieren wollten. In vier Gruppen ging es auf kleinen Anhängern zu den Versuchsfeldern, wo die Berater des Vereins N.U. Agrar die Ergebnisse der Feldversuche erklärten und vorstellten.

Umfassende Expertise von professionellen Beratern

Beraterin Gesche de Vries informierte über die Vor- und Nachteile beim Anbau der Winterweizensorten. Die Landwirte konnten daraus nützliche Informationen für ihren eigenen Getreideanbau ziehen. So weise etwa die frühreife Weizensorte Chevignon im Vergleich zur Sorte Pep eine bessere Blattgesundheit auf, erklärte de Vries. Bei der Sorte Hyvega handele es sich um eine Hybridsorte, die eine lange Einlagerungszeit und eine gute Volumenausbeute aufweise. „Sie wird gerne von Mühlen genommen“, so de Vries.

Gesche de Vries erklärte die Feldversuche zu den verschiedenen Winterweizensorten.

Im Anschluss klärte Dr. Hansgeorg Schönberger über Fungizidstrategien in Winterweizen der Sorte Asory zur Bekämpfung von Pilzbefall auf. Hier wies er auf Auffälligkeiten und Verfärbungen an den Blättern der Pflanzen hin.

Im nächsten Feld erklärte Kerstin Fischer den Teilnehmern die Vor- und Nachteile der Gerstensorten. So sei etwa die Sorte Viola gut für sandige Standorte geeignet, da es sich um eine standfeste Sorte handele. Die Sorte Esprit verfüge für die Vermarktung über ein sehr gutes Tausendkorngewicht, so Fischer weiter.

Die Feldversuche gibt es bereits seit 1946

Henrik Kühlsen betonte, dass die Versuche in Friedrichsthal unabhängig seien und von den Landwirten selbst bestimmt werden. „Die Aussichten sind im Moment positiv, denn der Getreidemarkt steigt“, stellte Kühlsen in Aussicht.

Die Feldversuche würden bereits seit dem Jahr 1946 durchgeführt, erklärte Gruppenführer Cornelius Ehlers. Jedes Jahr gibt es für die Teilnehmer ein kleines blaues Heft, das ein Ratgeber für die richtige Sortenwahl, Düngung und Anbauweise sein soll. Das erste Versuchsfeld sei 1949 errichtet worden, so Cornelius Ehlers.

Weitere Informationen zum Versuchsring Ostholstein gibt es im Internet auf versuchsring.de. Dort findet sich auch ein Aufnahmeantrag zur Mitgliedschaft.

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