Feuerschiff „Fehmarnbelt“ traf am Freitag nach 13 Stunden Fahrt in Heiligenhafen ein

Seit 30 Jahren Dauergast

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Großer Empfang für die Crew und die anwesenden Vereinsmitgliedes des Feuerschiffes Lübeck. Manfred Wohnrade und Kuno Brandt ließen es sich nicht nehmen, am Sonnabend persönlich am Hafen vorbeizuschauen.

Heiligenhafen -mf/ra- Unter normalen Umständen hätte am Freitagabend die offizielle Eröffnung der diesjährigen Hafenfesttage stattgefunden, doch coronabedingt ist in diesem Jahr fast alles anders. Aber eben nur fast. Das Feuerschiff „Fehmarnbelt“, seit mittlerweile 30 Jahren Dauergast bei Heiligenhafens größter Sommerveranstaltung, ist am Freitag in der Warderstadt eingelaufen und liegt noch bis 20. Juli im Kommunalhafen. Gäste sind herzlich willkommen, um das Schiff zu besichtigen und das eine oder andere Getränk zu sich zu nehmen.

Am Sonnabendvormittag haben Bürgermeister Kuno Brandt, Touristikleiter Manfred Wohnrade und Veranstaltungsleiter Eike Doyen die Crew in Heiligenhafen willkommen geheißen. Frank Bredtmann, 1. Vorsitzender des Vereins „Fehmarnbelt“ Feuerschiff für Lübeck, freute sich über die Gäste an Bord: „Wir sind sehr froh, in Heiligenhafen sein können. Wir hoffen, zehn Tage lang möglichst viele Besucher zu empfangen und viele Getränke zu verkaufen.“ Wie Manfred Wohnrade anmerkte, würde Heiligenhafen unter normalen Umständen derzeit die Hafenfesttage feiern, umso mehr freue er sich, dass Urlaubern und Einheimischen mit dem Einlaufen des Feuerschiffes ein kleines Stück Normalität geboten werde. „Die Menschen sind natürlich auf der Suche nach alternativen Freizeitgestaltungen. Dass das Feuerschiff trotzdem gekommen ist, ist super.“ Dem pflichtete auch Bürgermeister Kuno Brandt bei: „Das Feuerschiff ist immer eine Attraktion für Heiligenhafen. Umso schöner, dass es auch in diesem besonderen Jahr den Weg zu uns gefunden hat.“

Insgesamt war die zwölfköpfige Crew am Freitag 13 Stunden unterwegs gewesen, dann war der frühere Heimathafen des 112 Jahre alten Schiffes erreicht. Wie Frank Bredtmann berichtete, lag die „Fehmarnbelt“ früher fest in der Warderstadt, durch die Vereinsgründung ist der Heimathafen nach Lübeck verlagert worden. „Wir müssen viel für das Schiff tun. Auch ein Werftbesuch steht an, der sehr kostspielig sein wird, weshalb der Verein dringend auf Spenden und Sponsoren angewiesen ist“, so der Vereinsvorsitzende Frank Bredtmann. Insgesamt sei 2020 bislang coronabedingt alles andere als gut für den Trägerverein verlaufen.

Täglich ist das Feuerschiff von 11 bis 13 und 15 bis 22 Uhr zu besichtigen. „Abhängig vom Durst darf es abends auch mal eine Stunde länger werden“, erklärte Bredtmann. Zur feierlichen Übergabe anlässlich des 30. Besuches in Heiligenhafen hatte Eike Doyen extra zwei Flaschen mit hochprozentigem Inhalt entwerfen lassen, die am Sonnabend feierlich an die Crew und den Vereinsvorsitzenden übergeben wurden. Auch Kuno Brandt hatte eine der seltenen Flaschen des Heiligenhafen-Rums im Gepäck.

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