Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl
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Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl bewertet das Jahr 2021 für die Freiwillige Feuerwehr als durchwachsen.

Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl zieht Bilanz

199 Einsätze für die Feuerwehr in 2021

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Zum Ende des Jahres 2021 blickt Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl zurück. Die Freiwillige Feuerwehr sei aktuell gut besetzt. Lediglich die Tagesverfügbarkeit der Mitglieder könnte besser sein.

  • Heiligenhafens Wehrführer Michael bewertet das Jahr 2021 für die Freiwillige Feuerwehr als durchschnittlich.
  • Es habe nur zwei größere Einsätze für die Kameraden gegeben.
  • Unter der Corona-Pandemie leidet das Gemeinschaftsleben in der Feuerwehr.

Heiligenhafen – 199 Mal war die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen bis gestern im Jahr 2021 im Einsatz, erzählt Wehrführer Michael Kahl der HP kurz vor dem Jahresabschluss. Insgesamt bewertet er das Jahr für die Kameraden als durchschnittlich und wünscht sich in Anbetracht der Umstände in der Corona-Pandemie eine einheitlichere Regelung.

Als Höhepunkte stuft Kahl die beiden Einsätze Anfang und Mitte September ein, bei denen der Amalienhof in Burg abbrannte sowie ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr in Oldenburg komplett in Flammen aufging. „Wir sind aktuell gut bestückt mit Personal, wir haben 88 aktive Mitglieder und 30 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr“, sagt Kahl. Lediglich die Tagesverfügbarkeit könnte bei den Einsätzen besser sein, die damit zusammenhänge, dass viele Kameraden beruflich pendeln würden, konstatiert der Wehrführer.

Kahl wünscht sich einheitlichere Regeln für die Feuerwehren in der Corona-Pandemie

„Veranstaltungen haben wir in diesem Jahr gar keine ausgerichtet“, sagt der Wehrführer, denn „wir hatten ein anstrengendes Jahr aufgrund von Corona“. Anstrengend seien für die Wehr in Heiligenhafen vor allem die Regelwerke gewesen. „Es gibt immer wieder neue Verordnungen, der Wildwuchs muss aufhören.“ So gebe es bei den Freiwilligen Feuerwehren im Land momentan keine einheitlichen Regelungen, wie sie mit der Pandemie umzugehen haben. Das betreffe auch die Organisation von Veranstaltungen sowie den Ausbildungsbetrieb, erklärt Kahl. Er würde sich zudem bei den Corona-Impfungen für die aktiven Mitglieder eine einheitliche Regelung für das ganze Bundesland oder zumindest für den Kreis wünschen, betont Kahl. „Die Feuerwehr ist natürlich auch ein Abbild der Gesellschaft.“ Deshalb könne bis jetzt auch jedes Mitglied frei entscheiden, ob es sich impfen lasse oder nicht.

Erst im Mai habe die Wehr wieder mit der Gruppenausbildung begonnen. Mittlerweile gebe es aber wieder die Empfehlung, den Übungsbetrieb einzustellen. Die Jugendfeuerwehr habe zu Beginn des Jahres ihren Theorie-Unterricht online organisiert und sich später in kleinen Gruppen getroffen. Im Dezember sei der Präsenzunterricht wegen der ansteigenden Infektionszahlen wieder abgebrochen worden, und im Januar werde der Online-Dienst wieder fortgesetzt. „Online ist das natürlich mehr Theorie-Unterricht. Da fehlt das Gesellschaftliche, denn Feuerwehr ist nicht nur Dienst und Einsatz“, so Michael Kahl abschließend.

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