Heiligenhafener Ameos-Klinik ist Schauplatz einiger Szenen

Filmcrew dreht Kinofilm

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In Haus 19 der Ameos-Klinik werden Szenen für einen Kinofilm gedreht.

Heiligenhafen –ra- In Heiligenhafen wird derzeit eine romantische Komödie gedreht, die 2020 in die Kinos kommen wird. Der Arbeitstitel: „Friesen am Limit“. Ob der Name bleibt, steht noch in den Sternen. „Da hat am Ende auch der Filmverleih ein Wörtchen mitzureden. Zu unseren Drehorten passt der Titel natürlich weniger“, erklärt Aufnahmeleiter Christian Feldner. Er und die insgesamt 30-köpfige Crew drehen noch bis Anfang dieser Woche auf dem Gelände der Heiligenhafener Ameos-Klinik.

Im Film geht es um ein Paar mit Kinderwunsch: Ein armer Bootsbauer und seine Frau versuchen, eine Familie zu gründen. Dabei geht jedoch alles schief, was schiefgehen kann. Neben Heiligenhafen wurde auch auf Fehmarn (auf einem Feld bei Albertsdorf), in Timmendorfer Strand, beim Leuchtturm in Dahme und in Lübeck gedreht. Als Regisseur fungiert der Hamburger Janek Rieke, der auch die männliche Hauptrolle spielt. Den weiblichen Gegenpart übernimmt Julia Hartmann.

Wenn in Heiligenhafen eine Filmproduktion stattfindet, rückt in den meisten Fällen die einmalige Kulisse des Graswarders in den Mittelpunkt – zuletzt beim Kieler „Tatort“ mit Axel Milberg. Wie ist die „Element E Filmproduktion GmbH“ aus Hamburg auf die Ameos-Klinik gekommen? „Man recherchiert und fährt viel herum. Im Film spielen einige Szenen in einem Krankenhaus. Die Location eignet sich perfekt für uns“, sagt Produktionsassistent Dominik Pfalzgraf.

Wer schon einmal den Verantwortlichen bei einem professionellen Filmdreh über die Schulter geschaut hat, der weiß, dass Geduld gefragt ist. Bis eine Szene zur Zufriedenheit des Regisseurs abgedreht ist, kann viel Zeit verstreichen. „Wer einen Acht-Stunden-Tag haben will, der ist beim Film definitiv fehl am Platz“, berichtet Christian Feldner. Unter zehn bis zwölf Stunden bleiben die Drehtage selten. Für „Friesen am Limit“ sind insgesamt 21 Tage geplant, ein Teil des Films soll erst im Sommer gedreht werden.

Die gesamte Crew hofft unterdessen, dass das Projekt gut ankommt und ein Erfolg wird. Die nicht geförderte Low-Budget-Produktion lebt vom Einsatz des Filmteams, das auf einen Großteil seiner üblichen Gage verzichtet. „Regulär mit einer Filmförderung finanziert, würde die Produktion im unteren Millionenbereich liegen“, erläutert Aufnahmeleiter Christian Feldner. Begeistert ist das Filmteam zudem von der „super Resonanz“ des Komparsen-Aufrufs in Heiligenhafen. Dominik Pfalzgraf: „Es haben sich zahlreiche motivierte Leute bei uns vorgestellt. Das hat wirklich viel Spaß gemacht.“

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