„Firetrainer“ lässt Kameraden an ihre Grenzen gehen

Bei 500 Grad in Action

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Die Kameraden Yanneck Gnewuch und Thomas Schütze bekämpften gemeinsam das Feuer.

Heiligenhafen –mf– Noch sahen die beiden Kameraden der Heiligenhafener Feuerwehr frisch aus. Beim Gesundheitscheck, den Sanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes durchführten, scherzten Thomas Schütze und Yanneck Gnewuch sogar noch gut gelaunt über ihren bevorstehenden Übungseinsatz. Dabei ahnten sie zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie kraftraubend die nachfolgenden 20 Minuten tatsächlich werden sollten.

Sie und rund 70 weitere Kameraden aus der Heiligenhafener Wehr sowie aus den umliegenden Wehren wagten den Durchlauf durch die mobile Brandsimulationsanlage, dem sogenannten „Firetrainer 112“. „Das ist nicht ohne, das geht darin ab wie Schmidts Katze“, weiß auch der stellvertretende Wehrführer Marc Wegener, der sich über die hohe Einsatzbereitschaft seiner Kameraden freute. 39 von 45 Atemschutzgeräteträgern der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenhafen nahmen an der Übung teil, um für den Ernstfall zu proben. „Das macht so richtig Spaß, weil es so unheimlich realitätsnah ist“, sagte Wegener begeistert. Tatsächlich erreicht der Innenraum des Lkw eine Temperatur um die 500 Grad, bei der die Kameraden versuchen müssen, sämtliche Feuer zu bekämpfen. Wohnungsbrände, Durchzündungen von Rauchgasen – auch Flashover genannt – und alles, was ein Atemschutzgeräteträger wissen muss, kann hierbei optimal geübt werden.

„Ich hatte zwischendurch das Gefühl, ich stehe mitten im Feuer“, sagte Thomas Schütze mit hochrotem Kopf und nach einer ersten Erholungsphase, als er von seinem Besuch im „Firetrainer“ zurückkehrte.

Dann ein zweiter Sicherheitscheck. Puls und Temperatur sind sowohl bei Schütze als auch bei Gnewuch deutlich höher als vor ihrem Einsatz. Kein Wunder, denn bei dieser Einsatzsimulation wird den Kameraden einiges abverlangt. Das merkte auch schon Wehrführer Michael Kahl, als der „Firetrainer 112“ vor acht Jahren zum ersten Mal bei der Heiligenhafener Wehr Halt machte. Und damals wie heute sind die Feuerwehrkameraden so begeistert gewesen, dass ein weiterer Besuch des „Firetrainers“ bereits in Planung ist. Wann genau, ist noch nicht klar.

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