Höchster Wasserstand in der Warderstadt mit knapp 1,4 Metern wohl kurz nach Mitternacht

Flut in Heiligenhafen

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Hochwasserschutz am Kommunalhafen.

HEILIGENHAFEN -ra/mb- Der deutschen Ostseeküste droht heute Nacht eine schwere Flut. Wasserstände von 1,50 bis 1,80 Meter über Normal könnten möglich sein, wie mehrere Wetterdienste übereinstimmend berichten. Für Heiligenhafen wird der höchste Wasserstand mit 1,4 Meter kurz nach Mitternacht erwartet.

Hochwasserschutz an der Düne bei Strandabschnitt 6 auf den Steinwarder.

Für die Nacht vom heutigen Mittwoch auf den morgigen Donnerstag gibt es auch für Heiligenhafen eine Hochwasserwarnung. Das hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie mitgeteilt und ruft Erinnerungen an das Jahr 2006 in der Warderstadt hervor. „Der Bauhof wird den Hochwasserschutz komplett, einschließlich aller Dammbalken, herstellen", sagte HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel der HP. Am Kommunalhafen sind die Hochwasserschutzwände bereits Anfang November aufgestellt worden. „Die letzten Lücken werden dann Mittwoch geschlossen“, so Gabriel. Obwohl die Windgeschwindigkeiten zum Nachmittag bereits rückläufig sind und für den Abend "nur" noch rund 33 Kilometer pro Stunde erwartet werden, bleibt es durch etwaige Windböen brisant. Auch Bürgermeister Heiko Müller bereitet sich zusammen mit einem ins Leben gerufenen Katastrophenstab auf viele mögliche Szenarien vor. „Glaubt man den Vorhersagen, könnte es Heiligenhafen schlimmer treffen als 2006. Bis zu 1,80 Meter über Normal werden vorhergesagt, dazu ist noch einmal mit Wellen von 1,30 Meter zu rechnen“, so Müller. Ab 21 Uhr heute Abend wird sich der Bürgermeister mit seinem Stab im Feuerwehrgerätehaus bereit halten. „Donnerstagnacht soll der Wasserhöchststand erreicht werden, wenn die Vorhersagen stimmen. Dann werden sich auch die Dammbalken am Hafen beweisen müssen“, so Bürgermeister Müller. Gegen 16 Uhr baut der Bauhof heute die letzten Dammbalken ein.

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