Friseurmeisterin Rosemarie Lafrentz
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Im Salon im Speicher in der Hafenstraße in Heiligenhafen freut sich Inhaberin Rosemarie Lafrentz, dass sie ihren Kunden ab jetzt wieder die Haare schneiden kann.

Friseure sind ab heute wieder geöffnet

Runter mit der Lockdown-Mähne

  • Hans-Jörg Meckes
    vonHans-Jörg Meckes
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In Heiligenhafen öffnen ab heute wieder die Friseur-Salons. Seit dem Corona-Lockdown Mitte Dezember 2020 mussten die Menschen nun schon auf einen neuen Haarschnitt warten.

  • Friseure sind nach Corona-Lockdown seit letztem Dezember ab 1. März wieder geöffnet.
  • Friseur-Innung Ostholstein sieht der Öffnung optimistisch entgegen.
  • In Heiligenhafen vereinbaren die Kunden mit den Salons schon wieder fleißig Termine.

Heiligenhafen – Seit über zweieinhalb Monaten waren die Friseure wegen der Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen. Mittlerweile dürften die Haare bei einer Vielzahl der Menschen so lang sein, dass sie sich nach einem Friseurbesuch sehnen. Bund und Länder haben sich zwar auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März geeinigt – für Friseure gilt jedoch eine Ausnahme. Ab heute dürfen die Salons wieder öffnen. Die HP hat sich in Heiligenhafen umgehört und die Inhaber gefragt, wie aktuell die Lage ist und wie sie sich auf den Start vorbereitet haben.

„Die Kunden melden sich wirklich zahlreich“, sagt Arne Hansen, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und der Friseur-Innung Ostholstein, über die vergangenen Tage. Die Terminvergabe laufe seit dem Bund-Länder-Beschluss bereits auf Hochtouren. Hansen ist optimistisch, denn die Salons hätten bereits Erfahrungen mit den Auflagen nach dem ersten Corona-Lockdown im Jahr 2020. „Das ist noch bekannt, und deshalb können sich die Friseure gut auf die Situation einstellen.“ Zudem versichert er, dass alles getan werde, um eine Ausbreitung des Virus während des Friseurbesuchs zu verhindern.

Friseure freuen sich, wieder öffnen zu dürfen

In der Region freuen sich die Haarspezialistinnen sehr, jetzt wieder die Schere ansetzten zu dürfen. „Die Stammkunden haben schon angerufen“, erzählt Rosemarie Lafrentz, Inhaberin des Salons im Speicher in der Hafenstraße in Heiligenhafen. Immer wieder klingelt bei ihr das Telefon – der nächste Kunde fragt nach einem Termin –, sodass sie ihre Vorbereitungen, den Salon sauber zu machen, mehrmals unterbrechen muss. „Man wird gar nicht richtig fertig“, scherzt die Friseurmeisterin. Von Mitte Dezember bis Ende Februar hat sich einiges an Staub im Salon angesetzt. Lafrentz möchte ihren Kunden wieder die gewohnte Qualität bieten und hat bereits Utensilien und Masken bestellt. Zu den Auflagen gehöre, dass pro Person zehn Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden müssten. „Ich habe 94 Quadratmeter, da können wir zu viert arbeiten“, so Lafrentz. Fast bis Ende März sei sie bereits ausgebucht. „Nur ein paar Lücken sind noch frei.“

Im Salon bei Nathalya Duhnke in der Mühlenstraße sieht die Situation ähnlich aus. „Wir sind schon seit zehn Tagen dabei und machen Termine. Für die nächsten zwei Monate sind wir so gut wie ausgebucht“, erzählt Duhnke.

Wir freuen uns natürlich alle, dass es jetzt wieder losgeht.

Nadine Scherf, Salon-Leiterin im Salon-Passion

Nadine Scherf ist Salon-Leiterin im Salon-Passion in der Industriestraße und steht mit vielen Kunden schon wieder in Kontakt. „Wir bereiten uns vor, seit die Nachricht vom Bund und von den Ländern kam. Seitdem haben wir Telefondienst.“ Auch die Betreuung der eigenen Facebookseite und das Beantworten der E-Mail-Anfragen der Kunden gehöre zu den Vorbereitungen. Im Salon-Passion können unter den Corona-Auflagen drei Kunden gleichzeitig betreut werden. Das erleichtere zumindest die Arbeit, die bei dem derzeitigen Terminansturm auf die Friseure zukomme, erklärt Scherf. „Wir freuen uns natürlich alle, dass es jetzt wieder losgeht.“

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