Ausflüge mit bis zu zwölf Personen auf dem Traditionssegler ab sofort möglich

Gästefahrten mit der „Olifant“

Als Dankeschön für das Engagement von „Mützenherz“ waren die Näherinnen zur ersten Gästeausfahrt auf der „Olifant“ eingeladen.
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Als Dankeschön für das Engagement von „Mützenherz“ waren die Näherinnen zur ersten Gästeausfahrt auf der „Olifant“ eingeladen.

Heiligenhafen –ft–Auf der außerordentlichen Jahreshauptversammlung des Vereins Museumsschiff Heiligenhafen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Traditionssegler „Olifant“ zu pflegen und sich um dessen Erhalt zu kümmern, haben die Mitglieder am Sonnabend den langjährigen Vorsitzenden Armin Bock einstimmig wiedergewählt.

  • Armin Bock bleibt erster Vorsitzender im Verein Museumsschiff Heiligenhafen

    • Gästefahrten sollen bei Finanzierung des Schiffes helfen
    • Gute Zusammenarbeit mit den HVB


Neu im Vorstand ist Jens Kanter als 2. Vorsitzender. Beate Bock wurde als Kassenwartin einstimmig wiedergewählt. Als neue Kassenprüfer wurden Nils Byton und Wolfgang Valentin tätig werden.

Armin Bock zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, für den Traditionssegler „Olifant“ ein Schiffssicherheitszeugnis zu erhalten. Somit könne die „Olifant“ jetzt mit behördlicher Genehmigung auch Gästefahrten anbieten. Hierfür seien Unmengen von Papierkram mit der Berufsgenossenschaft See und der Germanischen Lloyd zu bewältigen gewesen, berichtetet Beate Bock, die sich dieser Aufgabe angenommen hatte. Jetzt kann die „Olifant“ mit bis zu zwölf Personen an Bord Gästefahren unternehmen.

10000 Euro für Instandhaltungsarbeiten

Der Kassenbericht von Beate Bock wies eine stabile Finanzlage auf. Die Schatzmeisterin machte aber auch deutlich, dass für Instandhaltungsarbeiten am Schiff im letzten Jahr fast 10000 Euro ausgegeben wurden. „Jetzt müssen noch eine Rettungsinsel erneuert und einige Schwimmwesten neu angeschafft werden“, so die Kassenwartin. Beate Bock berichtete auch von einem entspannten Verhältnis zum Hafenbetreiber, den HVB. Sehr positiv verzeichnete Bock ein Gespräch mit HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade, der dem Aufstellen eines Werbeschildes für Gästefahren zustimmte. Laut Beate Bock brauche der Verein die Gästefahrten zur Finanzierung des Schiffes, da die Mitgliedsbeiträge alleine nicht reichen würden.

Erste Gästeausfahrt auf der „Olifant“ erfolgreich

Als einen Erfolg bezeichnete Bock die erste Gästeausfahrt mit den Näherinnen von „Mützenherz“, die am Freitag zur Sundbrückentour mit der „Olifant“ in See stachen. Die Näherinnen um Astrid Heide hatten zu Beginn der Corona-Pandemie rund 950 Mund-Nasen-Bedeckungen genäht und an gemeinnützige Organisationen kostenlos abgegeben.

28 Tage auf See mit der "Olifant"

In seinem Jahresbericht teilte Armin Bock mit, dass für die „Olifant“ die Segelsaison 2019 am 31. März mit dem ersten Segelschlag auf See begonnen hatte. Insgesamt habe man in der letzten Saison 28 Tage auf See verbringen können. Am 18. Mai war die „Olifant“ Start- und Zielschiff für die Krombach-Regatta, die der Heiligenhafener Jachtclub seit drei Jahren veranstaltet.

Am 13. Mai segelte die „Olifant“ mit einigen Vereinsmitgliedern über Bagenkop nach Marstal, wo der Marstal-Segler gebaut wurde. Beste Wetterbedingungen herrschten auch auf der Heimreise von Dänemark nach Orth und Heiligenhafen. Anlässlich der Hafenfesttage machte die „Olifant“ mit dem singenden Shantychor der Segler-Vereinigung Heiligenhafen eine ausgiebige Hafenrundfahrt. Ein toller Auftritt, der von der Hafenpromenade und vom Kai mit viel Beifall belohnt wurde.

20 Jahre "Olifant"

Höhepunkt der Hafenfesttage war eine Piratentour mit Segelschülern der Segelschule Bennewitz. Dabei wurde die „Olifant“ mit Wasserpistolen geentert. In diesem Jahr hatte die Segelschule auf Wasserballons verzichtet, damit kein Plastik mehr in die Ostsee gelange, merkte Beate Bock an. Ein weiteres Highlight des Jahres war das 20-jährige „Olifanten“-Jubiläum. Peter Grimm vom Berliner Lager auf dem Graswarder hatte für die Jubiläumsfeier sein Haus zur Verfügung gestellt, wofür es auf der Jahreshauptversammlung ein herzliches Dankeschön gab.

„Wieder Ruhe eingekehrt“ nach Spannungen im Verein

Ganz ohne Aufregung ging das „Olifanten“-Jahr allerdings nicht vorbei. Wie Armin Bock berichtete, versuchten mittlerweile ehemalige Vereinsmitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung den Vorstand abzuwählen, was allerdings bei zehn zu 20 Stimmen nicht gelang. Jetzt sei aber wieder Ruhe eingekehrt, versicherte der Vorstandsvorsitzende.

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