Baubeginn für „Holiday Vital Resort“ im Frühsommer / „Umdenken“ bei der Trasse

Gemeindevertretung brachte wenig „Action“ ins Sportlerheim

GROSSENBRODE (wob) · Wer am Mittwoch der Sitzung der Großenbroder Gemeindevertretung beiwohnen wollte, hatte eine Menge Gesellschaft: Das Sportlerheim war an diesem Abend bis auf den letzten Platz besetzt, denn sowohl Bürger als auch Gemeindevertreter waren zahlreich zu diesem Termin erschienen.

Wahrscheinlich erwartete man „Action“ – Zündstoff gab es nach dem versuchten Rauswurf von Bürgermeister Klaus Reise aus dem Kurbetriebsausschuss sowie der – sagen wir: spärlich besuchten – Sitzung im Dezember jedenfalls genug.

Doch wer auf harsche Auseinandersetzungen „gehofft“ hatte, wurde enttäuscht: Die Großenbroder Gemeindevertreter blieben sachlich in der Diskussion der Tagesordnungspunkte; allein der bisweilen etwas erhöhte Lautstärkepegel von Seiten der Bürger veranlasste Klaus Reise einige Male, zur Glocke zu greifen und zu etwas mehr Ruhe zu mahnen.

Ansonsten gestaltete sich die erste Gemeindevertretung des Ostseeheilbades in diesem Jahr im positivsten Sinne unspektakulär. Mike Lindner, einer der zwei Investoren für das geplante „Holiday Vital Resort“, konnte berichten, dass im Frühsommer dieses Jahres mit der ersten Bauphase der Ferienhausanlage begonnen werden könne. Somit wären dann im Sommer 2012 die ersten 20 bis 40 Häuser fertiggestellt. Im Grunde bleibt damit alles wie bisher geplant, einzig beim Finanzierungsmodell gibt es eine Änderung: Anstelle von Anteilen an einzelnen Häusern können Anleger nun Fondsanteile am Gesamtprojekt erwerben. Diese Anteile sollen ab März, also kurz vor dem eigentlichen Baubeginn, zum Verkauf bereit stehen, so Lindner.

▪ Rochade in den Ausschüssen

Gleich mehrere Wechsel ereigneten sich in den Ausschüssen: Nach der Mandatsniederlegung von Andrea Reise im Kurbetriebsausschuss trat der einstimmig gewählte Eckhard Erdmann ihre Nachfolge an. Ebenso einig votierte die Runde für Gudrun Wendel, die im Jugend- und Sozialausschuss den Posten von Birgit Wigger übernimmt. Eine Rochade vollführten Jörn Koch und Hans-Heinrich Schröder; die beiden Christdemokraten tauschten ihre Positionen im Kurbetriebs- beziehungsweise Bau- und Umweltausschuss.

Bezüglich der Festen Fehmarnbeltquerung gab es aktuelle Informationen: Bei einem Infotermin Mitte Dezember trafen sich die Bürgermeister der von der Hinterlandanbindung betroffenen Gemeinden mit dem Projektleiter der Deutschen Bahn. Dabei ging hervor, dass die von den Gemeinden vorgeschlagenen Alternativtrassen in das Protokoll des Raumordnungsverfahrens (ROV) eingegangen seien. Die Fertigstellung der ROV-Unterlagen terminierte die DB auf März 2012. Zuversichtlich blickte der Bürgermeister auch auf ein Treffen mit Verkehrsminister Ramsauer im Februar: „Man merkt, dass in Berlin allmählich ein Umdenken stattfindet,“ diagnostizierte Reise mit Verweis auf das Stuttgart-21-Projekt.

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