Gewerbeverein Heiligenhafen und Tourismus-Service wollen Online-Plattform ins Leben rufen

Heimische Betriebe unterstützen

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Jörg Becker (l.) und Thomas Kowoll vom Gewerbeverein Heiligenhafen hoffen, dass die heimische Wirtschaft mit einem blauen Auge die Krise übersteht. Derzeit sei es wichtig, auch neue Wege zu gehen.

Heiligenhafen -ra- Die lokalen Händler und Gastronomen trifft die Schließung ihrer Läden und Lokale in der Corona-Krise am härtesten. Wie rettet man sein Geschäft, wenn man nicht mehr öffnen darf? Und was können die Käufer tun? An diesem Punkt möchten der Heiligenhafener Gewerbeverein „Partner mit Herz“ und der Heiligenhafener Tourismus-Service ansetzen.

„Es soll eine zentrale Online-Plattform für sämtliche Geschäfte und Betriebe in Heiligenhafen gebaut werden. Von dort aus wird der Kunde zu den individuellen Internetseiten der Geschäfte weitergeleitet“, sagte Thomas Kowoll, 1. Vorsitzender des hiesigen Gewerbevereins „Partner mit Herz“ gestern Mittag. Das große Ziel müsse es sein, die heimische Wirtschaft in dieser kritischen Zeit zu unterstützen. „Es ist ungemein wichtig, das Geld im Ort zu lassen, auch wenn die meisten Läden derzeit geschlossen haben. Eine Online-Bestellung ist in vielen Fällen aber möglich“, so Kowoll, der weiter betonte: „Amazon und andere große Online-Anbieter sorgen nicht dafür, dass wir nach Corona noch eine lebendige Geschäftswelt im Ort haben. Deshalb kann das Motto derzeit nur lauten: Support your locals.“

Eine zentrale Internetseite könnte schnell gebaut werden, wenn das Interesse von heimischen Geschäften groß genug sei. „In dieser Krise handelt es sich natürlich um ein kostenfreies Angebot“, so Thomas Kowoll. Wer Interesse hat, könne sich gerne per E-Mail an den Vereinsvorsitzenden wenden (praxis@za-kowoll.de). Auch Hanna Maschke nimmt Rückmeldungen gerne entgegen (hanna.maschke@tonundtext.de).

Ebenfalls hat die Stadt Heiligenhafen bereits signalisiert, eine zentrale Heiligenhafener Händler-Plattform auf ihrer Internetseite zu verlinken. „Alle können mitmachen – vom Modegeschäft bis hin zum Restaurantbetreiber, der liefert“, sagte Kowoll.

Viele kleinere Boutiquen, Cafés, Bars und Concept Stores versenden in Deutschland ihre Waren nun vermehrt online. Oftmals haben diese nur leider kein Shopsystem, um E-Commerce betreiben zu können – sie setzen daher auf die Kontaktaufnahme und Bestellungen via Social Media. Auch mit dem Kauf von Gutscheinen hilft man Geschäften derzeit, ihre laufenden Kosten zu decken.

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