Die jahrelangen Vorplanungen für das Neubauvorhaben auf dem Kursaal-Gelände stehen vor dem Abschluss.
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Die jahrelangen Vorplanungen für das Neubauvorhaben auf dem Kursaal-Gelände stehen vor dem Abschluss.

Kursaal-Neubau in Heiligenhafen steht vor der letzten Hürde

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Einmal muss die Heiligenhafener Stadtvertretung noch zustimmen, dann kann der Investor den Bauantrag für das zehngeschossige Neubauvorhaben auf dem Kursaal-Gelände stellen.

  • Heiligenhafen steht in den kommenden Wochen vor wegweisenden Entscheidungen.
  • Kursaal-Investor nur noch einen Schritt von seinem Ziel entfernt.
  • Für neue Verkehrsführung: Stadt möchte einige Kreisstraßen umwidmen lassen.

Heiligenhafen – In der kommenden Woche tagen sowohl der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten (Dienstag, 19 Uhr) als auch der Stadtentwicklungsausschuss (Donnerstag, 19 Uhr). Beide Sitzungen finden im Kursaal statt und behandeln bedeutende Themen für die Zukunft Heiligenhafens.

Am Dienstagabend steht unter anderem die Kinderbetreuung im Fokus. In diesem Zusammenhang wird über die Trägerschaft beim Neubau der geplanten Kindertagesstätte am Höhenweg diskutiert. Um den erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen zu gewährleisten, sollen in dem Kindergarten am Höhenweg insgesamt zwölf Gruppen unterschiedlicher Ausprägung betreut werden. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Neukonzeption des Heiligenhafener Heimatmuseums. Hierfür liegt ein bereits fertig erstelltes Konzept vor. Die Politik muss nun die Weichen stellen, was davon umgesetzt werden soll. 

Sollte die Stadtvertretung am 24. März mehrheitlich der Änderung zustimmen, wäre beschlussmäßig alles abgewickelt. Dann könnte der Investor demnächst den Bauantrag stellen.

Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt

Brisant geht es am Donnerstagabend bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses zu. Nach jahrelanger Planung stehen erneut die zehngeschossigen Neubaupläne auf dem Grundstück des jetzigen Kursaals im Ferienpark auf der Tagesordnung. Zum letzten Mal wird die Politik über das Vorhaben diskutieren, ehe am 24. März die Stadtvertretung final über die Änderung des Bebauungsplanes entscheidet. „Sollte die Stadtvertretung am 24. März mehrheitlich der Änderung zustimmen, wäre beschlussmäßig alles abgewickelt. Dann könnte der Investor demnächst den Bauantrag stellen“, erklärte Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) gestern auf Nachfrage. Bislang stand die große Mehrheit der Stadtvertretung hinter dem geplanten zehngeschossigen Neubau auf dem Grundstück des jetzigen Kursaals. Rund 120 Einwendungen gegen das Vorhaben waren bis Ende April 2021 bei der Stadt eingegangen.

Ebenfalls geht es am Donnerstagabend um einen Grundsatzbeschluss zur Umstufung der K42 in Heiligenhafen. Mit Schreiben vom 1. Dezember vergangenen Jahres hat die Stadtverwaltung einen formlosen Antrag an den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr zur Umstufung der K42 in Heiligenhafen gestellt. Hintergrund des geplanten „Tausches“ der Gemeindestraßen Schmiedestraße, Wendstraße und Weidestraße mit den Kreisstraßen Bergstraße, Lauritz-Maßmann-Straße, Am Strande, Kiekut, Hafenstraße und Wilhelmplatz ist die Änderung der Verkehrsführung und des Verkehrsflusses und die Aufnahme der Stadt Heiligenhafen in die Städtebauförderung. „Solange es sich beispielsweise bei der Kreuzung Am Strande um eine Kreisstraße handelt, sind uns planungsrechtlich die Hände gebunden“, erläuterte Kuno Brandt. Der Landesbetrieb hat darum gebeten, dass die Stadtvertretung zu diesem Thema einen offiziellen Beschluss fasst.

Des Weiteren geht es im Stadtentwicklungsausschuss um die zukünftige Reglementierung von Zweitwohnungen in Heiligenhafen. Hinsichtlich des Geltungsbereiches der Satzung wurden zwei Varianten (Variante 1: Innenstadt und Ortmühle; Variante 2: gesamtes Stadtgebiet) erarbeitet, die vom Ausschuss diskutiert werden.  

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