Löste ein implodiertes Fernsehgerät das verheerende Feuer aus? Kripo hat Ermittlungen aufgenommen

Giebelbrand: 86-Jährige erlag ihren Verletzungen

Beim Brand eines Einfamilienhauses in der Straße Tulendorp musste die Feuerwehr am Sonnabend eine Frau mit schweren Verbrennungen vom Balkon im Dachgeschoss retten. Inzwischen erlag die 86-Jährige ihren schweren Verletzungen.

Beim Brand eines Einfamilienhauses in der Straße Tulendorp musste die Feuerwehr am Sonnabend eine Frau mit schweren Verbrennungen vom Balkon im Dachgeschoss retten. Inzwischen erlag die 86-Jährige ihren schweren Verletzungen.

 

Von Peter Foth

HEILIGENHAFEN • Hilferufe kamen vom Balkon eines Einfamilienhauses in der Straße Tulendorp, das am Sonnabend gegen 16:30 Uhr in Flammen stand. Ersthelfer und Nachbarn hatten schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr versucht, die Bewohnerin mit Leitern vom Balkon zu retten. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen die 86-jährige Frau erreicht. Mit einem Sprühstrahl konnten die Kameraden das Feuer vom Balkon zurückdrängen und schließlich gelang es den Einsatzkräften, die Bewohnerin vom Balkon zu retten. Mit schwersten Verbrennungen wurde die ältere Dame in eine Lübecker Spezialklinik eingeliefert. Jedoch erlag die 86-Jährige inzwischen ihren schweren Verletzungen.

Die gesamte westliche Giebelseite stand am Sonnabend in Flammen. Auch Ersthelfer hatten sich Brandverletzungen zugezogen, benötigten ärztliche Hilfe. Zwei Bewohner des Erdgeschosses erlitten Rauchvergiftungen und standen unter Schock. Zur Versorgung der Verletzten waren drei Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.

Die Feuerwehr hatte 81 Kameraden im Einsatz und bekämpfte das Feuer von allen Seiten, auch von oben über die Drehleiter. Um im Giebel löschen zu können, wurden mit Hilfe der Drehleiter Dachpfannen abgetragen. 

Drei Stunden  dauerte der reguläre Feuerwehreinsatz

Erst dann konnte die Feuerwehr über die Drehleiter einen gezielten Löschangriff starten.  Kreisbrandmeister Ralf Thomsen traf am Einsatzort ein. Die Feuerwehr Oldenburg suchte mit der Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern, die dann gezielt bekämpft werden konnten.

Bürgermeister Heiko Müller informierte sich bei der Einsatzleitung über die Lage.

Da die Feuerwehrleute nur unter Atemschutz arbeiten konnten, war der Nachschub an neuen Pressluftflaschen ein wichtiger Faktor.

Drei Stunden dauerte der reguläre Feuerwehreinsatz, dann war der Brand gelöscht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass ein implodiertes Fernsehgerät den Brand ausgelöst haben könnte.

Der Sachschaden an dem erst vor wenigen Jahren errichteten Einfamilienhaus wird von der Feuerwehr auf rund 200000 Euro geschätzt.

Bei dem Feuerwehreinsatz wurden auch vier Feuerwehrleute verletzt. Die Aufräumarbeiten an der Brandstelle dauerten bis gegen 23 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.