Glasfaser-Ausbau Heiligenhafen.
+
Ab November sollen die Arbeiten in den markierten Gebieten für den Glasfaserausbau in Heiligenhafen starten. Rot sind die Tiefbautrassen gekennzeichnet, die für die Verlegung der Anschlüsse nötig sind.

Tiefbauarbeiten beginnen zeitnah

Glasfaser: Ab November soll der Ausbau in Heiligenhafen starten

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
    schließen

1154 Haushalte will die Telekom im ersten Schritt mit einem Glasfaseranschluss in Heiligenhafen versorgen. Das Gebiet südlich des Binnensees und des Kommunalhafens ist zunächst dran, die Tiefbauarbeiten sollen im November starten.

  • Telekom will ganz Heiligenhafen mit Glasfaser versorgen.
  • Vorgestelltes Gastronomieprojekt auf dem Steinwarder überzeugt den Ausschuss.
  • Grünes Licht für Schwimmbad-Prüfauftrag.

Heiligenhafen – Bei einer Präsentation im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss gab die Telekom einen Überblick über die geplanten Maßnahmen für zukunftsfähiges Internet. „7,2 Kilometer Tiefbaustrecke sind im ersten Abschnitt vorgesehen“, erklärte Telekom-Mitarbeiter Andreas Markmann, der klarstellte: „Ohne Bauarbeiten gibt es kein Glasfaser.“ Das heißt, es wird in den kommenden Jahren ordentlich gebuddelt werden müssen, damit jeder Haushalt mit einem Glasfaser-Anschluss ausgestattet werden kann.

Bis Frühjahr 2022 sollen die Arbeiten des ersten Abschnitts abgeschlossen sein. „Irgendwo mussten wir die Grenze ziehen. Unser Ziel ist es aber, die gesamte Stadt flächendeckend mit Glasfaser auszustatten“, erklärte Andreas Markmann. Ausschussmitglied Robert Karsten (SPD) wollte im Anschluss wissen, wann das sein werde, doch auf ein konkretes Datum wollte sich die Telekom am Donnerstagabend nicht festnageln lassen. „So schnell wie möglich“, so Markmanns diplomatische Antwort. 

Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) freute sich über die Ausbaupläne der Telekom, die in der Warderstadt großes Potenzial sieht. „Für unsere Stadt ist das eine riesige Chance. Gerade in einer ländlich geprägten Region ist Glasfaser ein echter Standortvorteil, der alle Immobilien aufwertet.“ Dass dafür in den kommenden Jahren Straßen und Gehwege aufgebaggert werden müssten, müsse hingenommen werden. „Wo Straßen ohnehin grundhaft saniert werden müssen, wollen wir natürlich Synergieeffekte schaffen“, so Brandt. 

Lesehalle: Investor plant Ganzjahresbetrieb 

Die alte Lesehalle auf dem Steinwarder soll weichen, dafür könnte dieser Neubau entstehen. Die Investoren planen mit einer Ganzjahresgastronomie.

Wie in der Ankündigung für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses bereits berichtet, beabsichtigt die HVB den Verkauf der Lesehalle auf dem Steinwarder. Diese wird seit Jahren nur noch als Lagerfläche genutzt, im hinteren Bereich sind öffentliche Toiletten untergebracht. Die Ausschussmitglieder haben nun eine Konzeptvorstellung eines interessierten Investors zu hören bekommen, der an diesem Standort einen gastronomischen Ganzjahresbetrieb mit 100 Innenplätzen und einer Dachterrasse plant. „Der Betrieb soll Strandbesucher versorgen, aber auch als klassisches Restaurant fungieren. Themenabende mit Barbecue oder Strandpartys würden wir ebenfalls gerne planen“, so der potenzielle Investor, der gerne mit 270 Quadratmetern Grundfläche planen würde, um den Betrieb auch im Winter wirtschaftlich führen zu können. Der gültige Bebauungsplan gibt allerdings nur 150 Quadratmeter her. Doch das Konzept hat die Ausschussmitglieder überzeugt, die sich einstimmig für eine Erweiterung ausgesprochen haben. 

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der gemeinsame Prüfauftrag der Fraktionen von CDU, BfH, SPD und FPD für die Förderfähigkeit der Projektbausteine „Schwimmbad“ und „Wellnessangebote Aktiv-Hus“. Manfred Ebken (Fraktion Zukunft 20) zeigte sich verwundert, warum er nicht im Vorfeld gefragt worden sei, ob er sich an dem Antrag beteiligen wolle. „Schließlich war ich es, der bereits im Frühjahr das Aktiv-Hus als alternativen Schwimmbad-Standort ins Spiel gebracht hat. Da wurde noch gesagt, diese Überlegungen seien Hirngespinste“, stellte Ebken klar. Bei neun Jastimmen, einer Enthaltung (Michael Vollmer, Grüne) und zwei Gegenstimmen von Niko Rickert (Liberale BisS-Fraktion) und Robert Karsten (SPD) wurde der Stadtvertretung nach längerer Diskussion empfohlen, Bürgermeister Kuno Brandt den Auftrag an die Hand zu geben, mit dem Wirtschaftsministerium des Landes die grundsätzliche Förderfähigkeit eines Schwimmbades in Heiligenhafen abzuklären. Sollte Kiel grünes Licht für einen Schwimmbadbau neben dem Aktiv-Hus geben, würde es eine Einwohnerversammlung geben. Danach wäre ein Bürgerentscheid vorgesehen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.