116 Lehrtafeln aufgestellt/Infozentrum eröffnet/Zaun schützt Küstenvogelkolonie

Graswarder: Saisonstart

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Arbeitseinsatz auf dem Graswarder: Freiwillige Helfer bauten 116 Lehrtafeln über die Vogelarten des Naturschutzgebietes auf.

HEILIGENHAFEN -ft- Seit April ist das Natur- und Informationszentrum auf dem Graswarder wieder für Naturfreunde geöffnet. Zudem wurden am Wochenende 116 Lehrtafeln aufgebaut, die über die dort brütenden Vögel und vorkommenden Salzwiesenpflanzen informieren.

Die Infotafeln waren vor Witterungs- und Wintereinflüssen wie Frost und Salzluft abgenommen und gelagert worden. „Diese jährliche Vorsichtsmaßnahme hilft, die Lebensdauer der Farbtafeln erheblich zu verlängern und Kosten für aufwendige Reparaturen zu sparen“, so Klaus Dürkop, Vorsitzender des NABU-Heiligenhafen.

Der Lehrpfad am Graswarderweg wurde 1996 vom damaligen Umweltminister Rainder Steenblock der Öffentlichkeit vorgestellt und hat mit seinen Acrylfarben bis heute seine Strahlkraft erhalten. Erfreut sagte Dürkop: „Bis heute blieben Sachbeschädigungen an den Tafeln weitgehend aus.“ Am Aufbau der Tafeln beteiligten sich etwa 20 NABU-Mitglieder, die mit entsprechendem Handwerkszeug für fachgerechte Platzierung und Montage sorgten.

Gleichzeitig war ein weiterer Arbeitstrupp damit beschäftigt, den Dreifachzaun zum Schutz der Küstenvogelkolonie südlich des Blockhauses zu installieren. „Das Besondere an diesem Zaun ist der Einbau einer 50 Zentimeter hohen Plastikfolie, die das Eindringen von Igeln verhindern soll“, erklärte Dürkop.

Im letzten Jahr waren die Naturschützer mit dieser Maßnahme erfolgreich. Leider kostet das Einbauen dieser Folie besonders viel Zeit, da sie in die Grasnarbe eingearbeitet werden muss. Neben der körperlichen Belastung fallen fast 90 Stunden Arbeitszeit an. „Bleibt zu hoffen, dass dieser Aufwand im kommenden Jahr durch den geplanten Gitterzaun wegfällt“, so der NABU-Vorsitzende.

Neben dem Plastikzaun werden darüber hinaus zwei Knüpfdrahtzäune – 66 und 110 Zentimeter hoch – errichtet, die Marder und Füchse abhalten sollen. „Auf dieser 8000 Quadratmeter großen eingezäunten Fläche liegt die letzte Chance, Nachwuchs bei den Küstenvögeln zu produzieren“, betonte Dürkop die Relevanz des Vorhabens. Die Anlage wird wie bereits in den vergangenen Jahren mit Kameras überwacht.

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