Großenbrode: Gedenkstein an der Bichels-Koppel wurde bereits zum zweiten Mal beschmutzt

Vandalismus in der Feldmark

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Kürzlich ist der Gedenkstein zum zweiten Mal Opfer einer Vandalismusattacke geworden. 

Großenbrode -ft- „Bichels-Koppel, G. u H. Schwarz, 2010“ steht auf dem Gedenkstein in der Großenbroder Feldmark an der ehemaligen Bichels-Koppel. Esther Doyen und Günter Schwarz hatten den Stein als Erinnerung an ihre Familie dort vor zehn Jahren aufgestellt, denn den Großeltern gehörte mal die Bichels-Koppel. Doch lange konnten sich die Stifter über den Erinnerungsstein nicht freuen. Unbekannte Täter hatten wenige Monate danach die Schrift mit Teer übergossen und so unkenntlich gemacht. Der tonnenschwere Findling landete dazu noch im Graben auf der anderen Seite.

„Zwei Menschen können den Stein nicht bewegen, da muss schon schweres Gerät, wie zum Beispiel ein Frontlader, zum Einsatz kommen“, sagte Günter Schwarz. Schleifspuren deuteten seinerzeit darauf hin. Mit viel Mühe hatte Günter Schwarz den Findling mit schwerem Gerät wieder nach Hause geholt. Die Reinigung war schwierig, gelang aber. Zugleich hatten Esther Doyen und Günter Schwarz die Tat bei der Polizei zur Anzeige gebracht. In diesem Jahr ist der Stein wieder an seinen Bestimmungsplatz in der Feldmark gebracht worden – als Erinnerung an den Geburtstag der Mutter am 12. Juni. Ein paar Wochen später aber wieder blankes Entsetzen: Jetzt war die Schrift mit Zement zugeschmiert und unkenntlich gemacht worden.

Günter Schwarz und Esther Doyen fragen sich, warum sich Mitmenschen an so einem Gegenstand vergehen und die Beschriftung mit Zement unkenntlich gemacht wurde. Steine mit Flurbezeichnungen wie Großenbroder Wall, Weststrandkoppel oder Jungfernstieg stehen mehrfach in der Großenbroder Feldmark. Günter Schwarz gibt nicht auf und sagte unserer Zeitung, dass er den Stein wieder nach Hause holen werde, um den Zement zu entfernen. Danach soll der Findling wieder an den alten Ort zurückgebracht werden. Diesmal jedoch soll der Stein optisch und elektronisch gesichert werden. Vielleicht könne man ja so auf die Spur des Täters kommen. „Vandalismus ist alles andere als ein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Deshalb wird die Polizei auch Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen“, sagte Günter Schwarz.

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