Großenbrodes Tourismuschef Ubbo Voss: „Der erste Schritt eines noch langen Weges“

Hotelprojekt Am Kai angeschoben

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Das Grundstück Am Kai 21 liegt direkt an der Mole und am Jachthafen der Gemeinde.

Großenbrode -ra- Am Montagabend war das Thema im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Großenbrode nur eine Randnotiz ohne Diskussionsbedarf, dennoch hat die einstimmige Empfehlung der Ausschussmitglieder eine enorme Bedeutung. Im Bereich des Grundstücks Am Kai 21 ist die Realisierung eines Hotelprojekts geplant. Hierfür hat der Ausschuss den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes Nummer 26 empfohlen. Wie die HP weiß, hat es im Vorfeld bereits eine interfraktionelle Sitzung gegeben, bei der über das Vorhaben ausführlich gesprochen worden ist.

„Mit der einstimmigen Empfehlung ist der erste Schritt eines noch langen Weges gemacht worden. Das freut mich wirklich sehr“, sagte Großenbrodes Tourismuschef Ubbo Voss gestern Vormittag. Der Ort sei mittlerweile reif für ein Hotel mit rund 70 Zimmern auf Drei-Sterne-Plus-Niveau. „Wenn nicht sogar noch mehr“, so Voss, der von der einzigartigen Lage des rund 9000 Quadratmeter großen Grundstücks Am Kai mit direktem Wasserblick vollends überzeugt ist. „Wir lassen uns von einer Firma, die auf Hotelansiedlungen spezialisiert ist, beraten. Dafür haben wir auch schon ein Exposé zusammengestellt, damit sich Interessenten über den Ort informieren können. Eine Hotelansiedlung ist schließlich ein zentraler Baustein unseres Tourismuskonzeptes“, betonte Ubbo Voss.

Im Exposé heißt es: „Da das derzeitige Hotelangebot in Großenbrode in seiner Breite noch nicht ausreichend aufgestellt ist, wünscht sich das familienfreundliche Ostseeheilbad die Ansiedlung eines Hotels, insbesondere, um die Potentiale in der Vor- und Nachsaison auszuschöpfen. Idealerweise ist der Investor bereits als Betreiber erfolgreich, mit einer bekannten Marke und mit eigenen und umfassenden Aktivitäten im Marketing und in der Zielgruppenansprache. Wünschenswert wäre es, wenn das Gastronomieangebot auch Dritten zugänglich ist.“ Auf ein Zeitfenster wollte sich Ubbo Voss derweil noch nicht festlegen. „Der Ball wurde Montagabend endgültig ins Rollen gebracht. Wir müssen geduldig sein.“ 

Touristische Entwicklung auf der einen Seite, Bewahrung des alten, historisch gewachsenen Dorfkerns auf der anderen Seite. „Der aktuelle Bau in der Teichstraße hat den Ausschlag dafür gegeben, dass wir mehr Mitbestimmungsrecht haben wollen, wie sich die Dorfmitte verändert“, sagte der Ausschussvorsitzende Peer Knöfler (CDU). Neue Ferienwohnungen sollen ausgeschlossen werden, ebenfalls will die Gemeinde auch gegen Zweitwohnungen vorgehen. Das klar formulierte Ziel: Im Dorfkern soll es ausschließlich Erstwohnsitze geben. Dafür gab es eine einstimmige Empfehlung für die Sitzung der Gemeindevertretung am 11. Dezember.

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