Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Großfeuer wütete in Segelschule

Das Feuer hat einen Großteil des Inventars der Segelschule Bennewitz vernichtet. Per Schwerschaum-Löschangriff gingen die Kameraden gegen die Flammen vor.

Von Peter FothHEILIGENHAFEN • 40 Feuerwehrleute bekämpften in der Nacht zu Mittwoch ein Großfeuer auf dem Gelände der Segelschule Bennewitz in Heiligenhafen. Die Flammen vernichteten Werkstatt und Mastenlager. Der Sachschaden wird auf 200000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen der Kripo schließen Brandstiftung nicht aus.

Als die Feuerwehr gegen 0.18 Uhr eintraf, brannte schon das Mastenlager an der Ostseeseite der Werkstatt. Minuten später stiegen auch aus der Werkstatt meterhohe Flammen in den Himmel. Die Wucht des Feuers war so groß, dass auch die neben dem Gebäude stehenden Bäume Feuer fingen und wie übermächtige Fackeln brannten. Weil sich auch brennbare Materialien, wie Lacke und geringer Treibstoff für die Außenbordmotoren in der Werkstatt befanden, entschied sich die Einsatzleitung für einen Schwerschaum-Löschangriff. Nach Feuerwehrangaben wurden dem Löschwasser drei Prozent Schwerschaum zugemischt, dabei verbrauchten die Einsatzkräfte 250 Liter Schwerschaum.

Kajütjolle wurde Raub der Flammen

Mit Hilfe eines Radladers konnte das Vorderdach angehoben werden. So gelang es der Feuerwehr, auch an die Glutnester zu kommen. Wie Wehrführer Stephan Brumm gegenüber der Heimatzeitung sagte, war es auch ein Ziel des Einsatzes, die Boote zu retten, die rund um das brennende Gebäude lagerten. Dank des schnellen Feuerwehreinsatzes war das Haus der Segelschule, auch ein Holzbau, nicht gefährdet. Eine in der Werkstatt liegende Kajütjolle wurde ebenso ein Raub der Flammen, wie mehrere Bootsmotoren, diverse Werkzeuge und das gesamte Mastenlager.

Das Großfeuer hat einen großen Teil des Inventars der Segelschule Bennewitz vernichtet. Ralf Bennewitz muss quasi neu anfangen, das gesamte Mastenlager ist zerstört. Die Alu-Masten sind verformt  und zum Teil geschmolzen. Alle Außenborder sind nicht mehr zu gebrauchen. Die Reste einer Kajütjolle können nur noch entsorgt werden.

Ralf Bennewitz geht davon aus, dass der Brand gelegt wurde. Bei einer Bestandsaufnahme am nächsten Tag stellte der Segellehrer fest, dass 15 nagelneue Zündkerzen aber auch aber hochwertige Werkzeuge nicht mehr aufzufinden waren. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Einbrecher am Werk gewesen war.

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