Grundkonzept für Beleuchtung von Gebäuden in Auftrag gegeben / Vorstellung im Frühjahr geplant

Illuminierte Warderstadt

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Hotel Stadt Hamburg. Grafiken: von Zoubek

Heiligenhafen - Mit einem hohen Anteil historischer Bausubstanz ist die Altstadt Heiligenhafens eine Sehenswürdigkeit für sich. Allerdings lässt sich der Charme des Fischerstädtchens zurzeit nur tagsüber sowie an hellen Sommerabenden bewundern.

Durch gezielte Beleuchtung historischer Häuser sollen nun die städtischen Besonderheiten auch des Nachts hervorgehoben werden, teilte Oliver Behncke vom Stadtmarketing mit. So könne man das Flair und die Nutzungen des öffentlichen Raumes verdeutlichen und unterstützen. Darüber hinaus werde mit der Beleuchtung zentraler Gebäude und stadtbildprägender Elemente in Ergänzung zu weiteren saisonverlängernden Maßnahmen eine zusätzliche Belebung der Altstadt – insbesondere in den Abendstunden – erreicht.

Das Illuminationskonzept sei eines der im Stadtentwicklungskonzept festgeschriebenen Schlüsselprojekte, die es nun umzusetzen gelte, so Behncke. Im Rahmen dessen habe Bürgermeister Heiko Müller kürzlich Wolfgang von Zoubek mit der Erstellung eines Illuminationskonzeptes für die Innenstadt beauftragt. Diese Erstellung des Konzeptes erfolgt kostenneutral für die Stadt Heiligenhafen, da der Lichtdesigner persönliche und familiäre Bindungen nach Heiligenhafen hat und der Warderstadt „etwas Gutes tun“ möchte. Wolfgang von Zoubek, der zwei Büros in Abu Dhabi und München betreibt, hat bereits weltweit Illuminationsprojekte – zum Beispiel die Al Kareem Moschee in Abu Dhabi, den CN Tower in Toronto oder das Casino in Salzburg – realisiert und ist in der Szene daher kein Unbekannter. Eine kleine Vorschau, wie Gebäude in Heiligenhafen illuminiert werden könnten, hat Wolfgang von Zoubek bereits im Rathaus präsentiert. Nicht nur Bürgermeister Heiko Müller zeigte sich begeistert, auch verschiedene Einzelhändler hätten bereits Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, heißt es von Behncke.

Die Mitglieder der Lenkungsgruppe Stadtentwicklung und der Vorstand der Werbegemeinschaft „Partner mit Herz“ haben kürzlich im Zuge einer Begehung gemeinsam überlegt, welche Gebäude und Bereiche im Stadtgebiet Teil eines Lichtkonzeptes werden könnten. Über 90 Gebäude wurden vorgeschlagen, 45 von ihnen werden Teil des Konzeptes.

„Wir begrüßen das Projekt“, so Jan Rohde, 1. Vorsitzender der „Partner mit Herz“. Es sei durchaus positiv zu bewerten, Gästen illuminierte Gebäude präsentieren zu können, wenn sie durch die Stadt gehen. Allerdings wünsche man sich, dass zunächst für zwei bis drei „Musterhäuser“ Angebote eingeholt werden. Dann könne man sehen, ob dieses Projekt für die Hauseigentümer überhaupt erschwinglich sei, so Rohde. „Man hört immer, es soll günstig sein“, sagt Rohde, allerdings gebe es große Unterschiede in der Einschätzung, ob etwas günstig ist oder nicht. Weiterhin wäre es gut zu wissen, ob so ein Projekt überhaupt förderfähig ist. Es sei nicht sinnvoll, ein aufwendiges Konzept zu erstellen, wenn die Umsetzung im Endeffekt zu teuer sei, so Rohde.

Das Konzept soll im Frühjahr den in Frage kommenden Gebäudeeigentümern und Mietern im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden, so Oliver Behncke. Eine Kostenaufstellung soll erst im Anschluss erstellt werden. „Uns liegt sehr daran, dass dafür Fördergelder beantragt werden können“, sagt er. Ob das Projekt förderfähig sei, könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen.

kg

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