Bürgermeister Kuno Brandt und Innenstadtmanagerin Kirsten von Ludowig
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Bürgermeister Kuno Brandt und die Innenstadtmanagerin Kirsten von Ludowig standen den Mitgliedern des Gewerbevereins Rede und Antwort.

Gute Aussichten für die Belebung der Innenstadt

  • Peter Foth
    VonPeter Foth
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Der Gewerbeverein „Partner mit Herz“ hat Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt und Innenstadtmanagerin Kirsten von Ludowig zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Sie informierten über den aktuellen Stand zur Belebung der Innenstadt.

  • Die Landesregierung will Heiligenhafen mit einem Zuschuss unterstützen.
  • In der Warderstadt soll das Straßennetz umgestaltet werden.
  • Ziel sei es, die Touristenströme von der Seebrücke und vom Hafen in die Innenstadt zu leiten.

Heiligenhafen – Die Belebung der Innenstadt hat beim Heiligenhafener Gewerbeverein „Partner mit Herz“ hohe Priorität. Um Neues über den Stand der Entwicklung zu erfahren, hatte der Verein Bürgermeister Kuno Brandt und Stadtmanagerin Kirsten von Ludowig zu einer Info-Veranstaltung in den Veranstaltungspavillon eingeladen, die den Gewerbetreibenden Rede und Antwort standen. 

Mit Freude stellten die Anwesenden fest, dass sich hinter den Kulissen etwas tut in Heiligenhafens Innenstadt. Und auch Kirsten von Ludowig zeigte sich optimistisch, was die Stadtmanagerin mit dem historischen Satz „Wir schaffen das!“ untermauerte. Auch von der Landesregierung gebe es Unterstützung, berichtete Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) über einen Zuschuss, der helfen werde, mehr Leben in die Innenstadt zu bringen. 

Wie der Bürgermeister weiter betonte, strebe man unter anderem einen Tausch der Kreisstraßen Lauritz-Maßmann-Straße und Am Strande mit der städtischen Südtangente an. Ein entsprechender Beschluss soll auf der Sitzung der Stadtvertretung am kommenden Donnerstag gefasst werden. Man tausche hier zwar eine gut ausgebaute Straße gegen eine schlechtere Kreisstraße, aber der Tausch gebe der Stadt in der Zukunft mehr Gestaltungsspielraum. Kuno Brandt sprach auch davon, dass die Stadt Heiligenhafen bei der späteren Umgestaltung des Straßennetzes mit einer Zweidrittel-Förderung rechnen könne. Besonders im Fokus steht hier die Kreuzung Am Strande, die deutlich aufgelockert werden soll, um eine harmonische Verbindungsachse zwischen Innenstadt und Jachthafenpromenade zu schaffen. 

Touristenströme in die Innenstadt leiten

Kirsten von Ludowig, die im November vergangenen Jahres ihre Stelle in Heiligenhafen angetreten hatte, sieht sich als Kümmerin und hat schon viele Gespräche mit Anliegern der Innenstadt geführt. Überall erlebte die Stadtmanagerin die Bereitschaft, etwas ändern zu wollen. „Als erstes bin ich durch die Straßen Heilgenhafens gelaufen, um einen Eindruck zu bekommen, wo man ansetzen könnte. Ziel soll es sein, die Touristenströme von der Seebrücke und den Hotels kommend in die Innenstadt zu leiten und dort zu verteilen.“ Dafür sei auch eine verbesserte Beschilderung notwendig, denn wer auf dem Markt angekommen sei, wisse noch nicht, was sich im Thulboden oder der in der Bergstraße verberge. 

Von Ludowig begrüßte derweil auch die Gründung eines neuen Innenstadt-Gremiums, das mit kompetenten Mitgliedern besetzt sei und eine „frische Brise“ in die Innenstadt bringen soll. (wir berichteten in unserer Freitagsausgabe). Als erste Finanzspritze stehen 65000 Euro zur Verfügung für Projekte, die schnell umsetzbar seien. Der Marktplatz sei dabei ein wichtiger Punkt, hier gebe es schon einige Ideen. Zur Belebung des Marktplatzes gehören aber auch Veranstaltungen, die Besucher in die Innenstadt ziehen. 

Wir brauchen dafür die Gastronomie und die Immobilieneigentümer an einem Tisch.

Heiligenhafens Innenstadtmanagerin Kirsten von Ludowig

Insgesamt sei klar, dass es „nur gemeinsam“ gehe, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen würden. Wichtig sei es, Erlebnisse zu schaffen, wie zum Beispiel die Attraktivierung des beliebten Wochenmarktes, die Schaffung eines kulturellen Winterangebotes und die Beibehaltung und der Ausbau gastronomischer Angebote. „Wir brauchen dafür die Gastronomie und die Immobilieneigentümer an einem Tisch“, sagte von Ludowig, denn was würden Brauerei- oder neue Gastronomie-Ideen nützen, wenn es keine geeigneten Immobilien gebe. Sie bedauerte unterdessen den Rückzug des letzten eigenständigen Schlachters in Heiligenhafen zum Monatsende sehr (die HP berichtete). 

Personal müsse bezahlbaren Wohnraum finden

Ein wichtiger Punkt ist für Bürgermeister Brandt auch bezahlbarer Wohnraum, darunter auch besonders für Personal. „Wir müssen Anreize schaffen, damit Arbeitskräfte nach Heiligenhafen wollen,“ sagte von Ludowig. Hier will die Kümmerin auch den Gewerbeverein ins Boot holen.

Kritik gab es aus der Runde zum Thema Straßenbau. Hier seien in der Vergangenheit viele Bauarbeiten nur „stümperhaft“ abgeschlossen worden. „In solchen Fällen lassen wir nacharbeiten“, sagte Brandt. Auch der Krieg in der Ukraine war ein Thema. Die Spendenbereitschaft sei groß, doch oft fehle es an einer zentralen Sammelstelle. Hier will Kuno Brandt Abhilfe schaffen.

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