Auch heute Programm mit viel Musik und Humor

Am Hafen wird „Seemannsgarn“ gesponnen

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„Fischer Kai“ ließ alle an seinem Erfahrungsschatz über das Leben an der Küste teilhaben und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

HEILIGENHAFEN (wob) · Am Hafen ist was los – nachdem erst am Wochenende die Segler der „Fehmarn Rund Regatta“ die hiesigen Gewässer unsicher machten, steht nun schon die nächste Veranstaltung an. Unter dem Titel „Seemannsgarn und Hafengeschichten“ finden sich allerlei maritime Gestalten auf der Hafenbühne ein, um auch zum Abschluss am heutigen Mittwoch ein unterhaltsames Programm zu bieten.

Für den Start von „Seemannsgarn und Hafengeschichten“ am Montag hatte sich Touristikleiter Oliver Behncke jemanden ins sprichwörtliche Boot geholt, der sich mit diesem Thema bestens auskennt: Zur Eröffnung auf der Bühne am Kommunalhafen gab Klaus Nehring alias „Fischer Stüben“ in kompletter Fischermontur amüsante Geschichten für das Publikum zum Besten. Musikalisch ging es weiter mit dem Auftritt der „Jass Concert Band Altenberge“, die mit einem Repertoire von Klassik bis hin zum Big-Band-Sound einen ersten musikalischen Akzent setzen konnte. Zwischenzeitlich kam auch Gerhard Poppendiecker zu Wort, der mit seiner „Plattsnackerei“ für Küsten-Ambiente sorgte.

▪ "Wettpate für Gummistiefel

Am Dienstag legte dann ein Duo nach, das ebensowenig auf den Mund gefallen war: „Fischer Kai“ nahm in Blaumann und Fischerhemd die Eigenheiten der Norddeutschen auf die Schippe. So erklärte er den Touristen, aber natürlich auch den Einheimischen, wie man an der Küste richtig miteinander kommuniziert und gab auch „wertvolle“ Ratschläge für das Eheleben. Auch Moderator Ralf Huber unterhielt das Publikum glänzend, unter anderem durch ein Interview mit Heiko Müller.

Auf den Spuren von Thomas Gottschalk wandelte Ralf Huber, als er mit dem Bürgermeister wettete, 20 Heiligenhafenerinnen in Gummistiefeln auf die Bühne zu bekommen. Dieses ehrgeizige Ziel wurde zwar nicht ganz erreicht, aber den beiden Damen, die dem Aufruf nachgekommen waren, spendierte Heiko Müller jeweils eine Flasche „Bürgermeister-Sekt“. Den musikalischen Ausklang des Tages übernahm der Shanty-Chor Heiligenhafen, dessen Shantys zu der maritimen Veranstaltung perfekt passten.

Auch heute wird am Kommunalhafen noch einmal reichlich „Seemannsgarn“ gesponnen, dafür wird der Auftritt von „Timmerhorst“ sorgen, die ab 12 Uhr mit ihren Liedern Geschichten von der Küste erzählen. Für die kleinen Hafenbesucher steht auch heute noch das Museumsschiff „Olifant“ bereit, dass nicht nur zu Ausfahrten einlädt, sondern zwischenzeitlich in die Fänge von Piraten gerät, die sich zwar weniger aufs Plündern, dafür aber umso besser aufs Basteln und Malen verstehen. Neben der Hansekogge „Roland von Bremen“, die bereits im Vorfeld wegen eines Motorschadens ausscheiden musste, steht heute auch die schwedische Kogge „Tweekamp af Ellenbogen“ entgegen vorheriger Ankündigungen nicht mehr für die Besucher bereit; die Schweden haben den Hafen der Warderstadt bereits verlassen.

▪ Im nächsten Jahr mehr Schiffe

Auch wenn es für das erste „Seemannsgarn“-Fest in Bezug auf die Boote nicht ganz optimal verlief, zeigte sich Touristikleiter Oliver Behncke dennoch überzeugt vom Konzept der Veranstaltung. Für den zweiten Anlauf, den es im nächsten Jahr ganz sicher geben werde, soll es noch mehr schöne Schiffe im Kommunalhafen geben, um das ohnehin gut umgesetzte Hafen-Flair noch zu komplettieren. Um dies zu erreichen, sollen beim nächsten Mal auch die örtlichen Vereine stärker mit einbezogen werden, so Behncke abschließend.

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