Marianne Altwicker auf ihrem Fahrrad in der Bergstraße in Heiligenhafen
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Marianne Altwicker vom ADFC-Ortsverein Heiligenhafen kann als Radfahrerin jetzt auch entgegen der Einbahnstraße in der Bergstraße fahren. Seit Oktober weist unter dem Einbahnstraßenschild für Autofahrer ein weiteres Schild darauf hin, dass Radfahrer in dieser Straße in beide Richtungen fahren dürfen.

Umgewöhnung braucht noch Zeit

Einbahnstraßen sind seit Oktober für Radfahrer geöffnet

  • Hans-Jörg Meckes
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Bis jetzt haben noch längst nicht alle Autofahrer mitbekommen, dass einige Straßen in Heiligenhafen nun in beide Richtungen von Radfahrern befahren werden dürfen. Darauf macht die ADFC-Ortsgruppe aufmerksam und ruft zur Rücksicht auf.

Heiligenhafen – Seit Mitte Oktober ist das Radfahren entgegen der Einbahnstraßenrichtung in der Bergstraße, Fischerstraße, Brückstraße sowie im oberen Thulboden-Bereich offiziell erlaubt (wir berichteten). Bei dem damaligen Pressetermin bewerteten Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) und Arne Rieck von der Ordnungsverwaltung es als positiv, dass die Aufstellung der neuen Schilder erst nach den Sommermonaten erfolgte, da dann das Verkehrsaufkommen nicht mehr so hoch sei und sich Auto- wie auch Radfahrer leichter an die neuen Regeln gewöhnen könnten. 

Doch wie Marianne Altwicker von der Heiligenhafener Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nun von ihren ersten Alltagseindrücken berichtet, würden sich viele Autofahrer noch uneinsichtig zeigen, da sie die neuen Schilder noch nicht bemerkt hätten.

„Leider können sich einige Autofahrer mit dieser in Heiligenhafen neuen Verkehrsregelung noch nicht anfreunden. Sie ignorieren die Hinweisschilder und nötigen beziehungsweise gefährden teilweise die Radfahrenden. Deshalb weist die ADFC-Ortsgruppe Heiligenhafen nochmals auf die offizielle Beschilderung hin. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sind gleichberechtigte Straßenverkehrsteilnehmer und der gültigen Straßenverkehrsordnung verpflichtet“, erklärt Altwicker.

ADFC-Ortsgruppe hofft auf weitere Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer

Während ihrer Gründungsveranstaltung und ihrem Aktionstag auf dem Marktplatz hat die ADFC-Ortsgruppe Heiligenhafen viele Wünsche von Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen. Vielfach beinhalteten sie weitere Öffnungen von Einbahnstraßen in beide Richtungen für den Radverkehr, so Altwicker. „Für die Vollendung der Ost-West-Achse fehlt noch das Teilstück des östlichen Thulbodens, also Wilhelmsplatz bis zur Abzweigung in die Poststraße. Die Einführung von Tempo 30 würde diese Nutzung für den Radverkehr ermöglichen. Um eine gute Verbindung vom Stadt- zum Einkaufszentrum Aldi/Edeka an der Bergstraße an der Einmündung vom Höhenweg und der Rubinstraße für Radfahrer zu ermöglichen, bietet sich die Öffnung der Kirchhofstraße an. Dies wird auch im Verkehrsgutachten empfohlen“, betont die ADFC-Ortsgruppe und merkt an: „Die vermehrte Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung ist ausdrücklich vom Bundesverkehrsministerium empfohlen. Es ist zu hoffen, dass auch in unserer Stadt die Bedeutung des Fahrrads als nachhaltiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel bei den Bürgern auf zunehmende Akzeptanz stoßen wird.“

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