Aktiv-Hus in Heiligenhafen
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Das Aktiv-Hus als Schwimmbad-Standort? Die zweiköpfige Fraktion Zukunft 20 in der Stadtvertretung macht sich für einen Prüfauftrag stark, der aller Voraussicht nach morgen Abend keine Mehrheit finden wird.

Aktiv-Hus ins Spiel gebracht

Schwimmbad: Neue Standortsuche angeregt

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Im Heiligenhafener Hauptausschuss brachte die Fraktion Zukunft 20 einen Antrag ein, in dem das Aktiv-Hus als alternativer Schwimmbad-Standort genauer betrachtet werden soll.

  • Lebhafte Diskussion im Hauptausschuss nach dem Antrag des Zukunft-20-Fraktionsvorsitzenden Manfred Ebken.
  • Städtisches Bauamt könnte laut Heiligenhafens Bauamtleiter Roland Pfündl eine Grundeinschätzung abgeben.
  • Dafür müsste jedoch Geld in den Haushalt eingestellt werden, merkte Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) an.

Heiligenhafen – Nur eine Woche nach dem Heiligenhafener Bürgerentscheid hat ein Antrag der Fraktion Zukunft 20 im Hauptausschuss für Aufsehen gesorgt. Der Fraktionsvorsitzende Manfred Ebken sprach sich für einen Prüfauftrag aus, um einen alternativen Schwimmbad-Standort zu finden. Ebken würde es in diesem Zusammenhang begrüßen, wenn das Aktiv-Hus baurechtlich genauer unter die Lupe genommen werde. „Dort war bereits ein Schwimmbad, und dort passt es meiner Meinung nach gut hin, nachdem der Steinwarder mehrheitlich abgelehnt worden ist.“ 

Über den Antrag der Fraktion Zukunft 20 ist am Montag nicht abgestimmt, dafür aber lebhaft diskutiert worden. Schnell stellte sich heraus, dass die Mehrheit einem Prüfauftrag skeptisch gegenübersteht. „Wir sind von diesem Antrag sehr überrascht. Man hätte im Vorfeld das Gespräch mit der HVB suchen sollen, die Eigentümerin des Gebäudes ist. Mir ist der Antrag zu dünn“, sagte Simon Schulz (BfH). Helmut Gideon (FDP) wollte von Manfred Ebken wissen, wie die Betriebskosten für ein Schwimmbad alleine gestemmt werden sollen. „Wie soll das finanziell funktionieren ohne einen Investor?“ Manfred Ebken will über das Thema in der Sitzung der Stadtvertretung am Donnerstag (19.30 Uhr) genauer informieren. 

Für Grundeinschätzung müsste Geld in den Haushalt eingestellt werden

„Das städtische Bauamt könnte sicherlich eine Grundeinschätzung abgeben, ob sich das Aktiv-Hus als Schwimmbad-Standort eignet. Genauere Untersuchungen können aber nur Statiker leisten“, erklärte Heiligenhafens Bauamtsleiter Roland Pfündl. Hierfür müsste auch dementsprechend Geld in den Haushalt eingestellt werden, merkte Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) an.

Der Ausschussvorsitzende Gerd Panitzki (CDU) machte im Anschluss deutlich, dass die Diskussion für ihn nichts bringen würde. „Für mich sind das derzeit Hirngespinste, nichts anderes. Das Land Schleswig-Holstein, das den Schwimmbad-Bau auf dem Steinwarder mit einer hohen Summe fördern wollte, hat klar zu verstehen gegeben, dass ein Alternativstandort nicht infrage kommen würde“, so Panitzki, der damit auf einen Artikel in der HP anspielte, in dem Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) klar zu verstehen gegeben hatte, dass das Land mit dem Standort Steinwarder plane. „Aus dem Nichts heraus etwas zu drehen, halte ich für falsch und unseriös. Da wird auch das Ministerium in Kiel nicht mitspielen“, so Panitzki, der Manfred Ebken empfahl, den Antrag für die Sitzung der Stadtvertretung zurückzuziehen und das Thema zu gegebener Zeit in Ruhe im Stadtentwicklungsausschuss zu besprechen.

Ebken machte am Montag klar, dass er über seinen Antrag am Donnerstagabend  unbedingt abstimmen lassen wolle. „Es handelt sich nur um einen Prüfauftrag. Das Schwimmbad-Thema darf jetzt nicht im Sande verlaufen.“

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