Neues Infoterminal am Kapitän-Willi-Freter-Platz.
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HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel (v.l.), Bürgermeister Kuno Brandt, Detlef Lichtenstein (Sprecher des Arbeitskreises Versorgen, Wirtschaft und Tourismus der Aktivregion Wagrien-Fehmarn), Matthias Amelung (Regionalmanager der Aktivregion Wagrien-Fehmarn) und Michael Rosch, Behindertenbeauftragter der Stadt Heiligenhafen, zeigen sich beeindruckt von den neuen Informationsterminals.

Ab sofort werden Veranstaltungen in Heiligenhafen digital beworben

Frisch aufgestellt: Zehn Infoterminals für das Stadtgebiet

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Ab sofort stehen für die Bürgerinnen und Bürger Heiligenhafens sowie für Gäste an zentralen Standorten im Stadtgebiet insgesamt zehn Informationsterminals zur Verfügung. 

  • Tourismus-Service und Stadtverwaltung informieren digital über Angebote.
  • Aktivregion Wagrien-Fehmarn hat sich an Umsetzung mit 55 Prozent beteiligt.
  • Auch sehbehinderte Menschen können sich informieren.

Heiligenhafen – Neben Veranstaltungsangeboten und weiteren Hinweisen des Tourismus-Service und der Stadtverwaltung haben zukünftig auch örtliche Vereine und Verbände die Möglichkeit, digital für Events zu werben. „Es handelt sich um eine zeitgemäße Informationsmöglichkeit, die eine qualitative Aufwertung des Stadtbildes darstellt. Das Anbringen von Plakaten, die häufig vom Wetter in Mitleidenschaft gezogen werden, wird zukünftig weniger werden“, erklärte Bürgermeister Kuno Brandt.

„Es handelt sich um ein Pilotprojekt, Heiligenhafen besitzt eine Vorreiterrolle“

Matthias Amelung, Regionalmanager der Aktivregion Wagrien-Fehmarn

Fünf Terminals verfügen über ein einseitiges 65 Zoll großes Display aus Sicherheitsglas, fünf weitere sogar über ein zweiseitiges. „Die Terminals werden über sogenannte Playlisten einheitlich oder auch separat mit Inhalten versorgt“, erklärte HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel. Der Tourismus-Service werde sich darum kümmern und sei auch Ansprechpartner für Vereine, die ebenfalls eine Veranstaltung bewerben wollen. „Allerdings haben wir uns darauf verständigt, dass keine kommerziellen Dinge beworben werden sollen“, ergänzte Gabriel. Die Terminals sind, anders als beispielsweise auf Fehmarn, nicht interaktiv bedienbar, sondern spielen hinterlegte Bilder, Plakate und Informationen ab. Der besondere Clou hierbei: Alle Terminals sind mit der sogenannten NFC-Technologie ausgerüstet, mit der Inhalte unmittelbar auf die Handys zum Beispiel von sehbehinderten Menschen übertragen und vorgelesen werden können. „Diese Funktion ist noch nicht aktiviert, soll aber noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen“, erklärte Joachim Gabriel, der bei der Realisierung im engen Austausch mit Heiligenhafens Behindertenbeauftragten Michael Rosch stand. Auch für geistig behinderte Menschen sollen die Texte in einfacher Sprache zeitnah vorgelesen werden. „Das ist ein wahnsinnig tolles Beispiel für Teilhabe und Inklusion im öffentlichen Raum. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, Heiligenhafen besitzt eine Vorreiterrolle“, freute sich Matthias Amelung, Regionalmanager der Aktivregion Wagrien-Fehmarn, die das 130000 Euro teure Vorhaben mit 71600 Euro (55 Prozent) gefördert hat.

Aktivregion immer offen für neue Vorschläge

Das Geld stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus dem Landesprogramm Ländlicher Raum (LPLR), erklärte Detlef Lichtenstein, Sprecher des Arbeitskreises Versorgen, Wirtschaft und Tourismus bei der Aktivregion. „Wir sind immer offen für neue Vorschläge und loten dann aus, ob diese förderfähig sind“, ermutigte Lichtenstein auch andere Gemeinden, fortlaufend Ideen einzubringen. Wie Matthias Amelung sagte, würde die durchschnittliche Fördersumme für Projekte bei rund 45000 Euro liegen.

Die zehn Outdoor-Informationsterminals stehen im gesamten Stadtgebiet Heiligenhafens verteilt und sind beispielsweise auf dem Marktplatz, dem Kapitän-Willi-Freter-Platz, an der Stadtbücherei, am Heimatmuseum, an der Seebrücke, auf der Promenade oder im Ferienpark zu finden. „Wir alle hoffen, dass die Corona-Pandemie ausklingt, aber denkbar wäre auch, dass aktuelle Infos und Verhaltenshinweise über die Terminals verbreitet werden“, erklärte Joachim Gabriel. 

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