Stadtverwaltung stellt Projekt vor / Alleinstellungsmerkmal in ganz Schleswig-Holstein

Heiligenhafen als Comic

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Der Illustrator Tobias Wagner macht seit Jahren regelmäßig Urlaub in Heiligenhafen und hatte die Idee, die Geschichte der Warderstadt in einem Comic zu verpacken.

Heiligenhafen –Von Mareike Falz– Die Geschichte von Heiligenhafen, verpackt in einem bunten Comic – mit dieser Idee kam der Illustrator Tobias Wagner vor rund anderthalb Jahren in der Verwaltung des Rathauses um die Ecke und rannte besonders bei Comic-Fan Kai-Uwe Maurer offene Türen ein. „Heiligenhafens Geschichte bietet viele Besonderheiten und Kuriositäten. Daher haben wir das Potenzial dieser Idee schnell erkannt“, sagte Maurer auf der jüngsten Ausschusssitzung für gesellschaftliche Angelegenheiten im Namen der Stadtverwaltung. Der Künstler Tobias Wagner, der bereits ein ähnliches Projekt für die Stadt Wolfenbüttel gestaltet hat, ist seit vielen Jahren regelmäßig zu Gast in Heiligenhafen und antwortete auf HP-Nachfrage, warum er ausgerechnet die Warderstadt ins Visier für seine Idee genommen hat: „Ich kenne hier mittlerweile alles und bin gerne da. Die Stadt und die Landschaft sind einfach schön.“

Das geplante Projekt soll Heiligenhafens Stadtgeschichte auf 60 Seiten im „Asterix-Format“, wie Maurer es nannte, humorvoll, aber auch interessant und historisch belegbar wiedergeben. Bei einem Verkaufspreis von 6,95 Euro pro Ausgabe sollen zum einen die Gäste Heiligenhafens ein besonderes und einzigartiges Mitbringsel aus der Warderstadt erwerben können. Zum anderen sollen Kinder und Jugendliche, die keine schwerfälligen Chroniken durchforsten möchten, mit der Stadtgeschichte vertraut gemacht werden. Auch eine mögliche Nutzung im Schulunterricht wird ausgelotet.

Eine Umsetzungsidee könnte sein, heutige Merkmale der Stadt wie beispielsweise die Seebrücke in den Kontext früherer Zeiten zu setzen. Wie der Comic allerdings am Ende genau aussehen wird, soll dann mit den Experten ausgearbeitet werden. In jedem Fall wäre ein solches Comic ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und einzigartig in ganz Schleswig-Holstein.

Die Comic-Vorstellung fand in der Sitzung des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten so großen Anklang, dass sogar bereits dort nach Vorbestellungen gefragt wurde. Lediglich Bürgervorsteherin Petra Kowoll äußerte leichte Bauchschmerzen bei der Finanzierung des Projektes. „Uns ist das Kostenrisiko bewusst“, sagte Kai-Uwe Maurer und stellte die möglichen Finanzierungsansätze für die Kosten von rund 22000 Euro vor. Dabei wäre eine Förderung des Projektes aus Mitteln der Aktivregion als „Lokales Kooperationsprojekt“ denkbar. Ebenfalls ist das Einwerben von Spenden über ansässige Unternehmen und Institutionen, die auch einen Platz im Comic bekommen könnten, sowie Zuwendungen verschiedener Stiftungen eine weitere Möglichkeit. Im Finanzausschuss am Donnerstagabend wurde sogar empfohlen, anstatt der angedachten 2000 gleich 3000 Exemplare zu drucken. Auch der Erste Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister, Folkert Loose, ist ein großer Befürworter dieser Idee und entschloss sich spontan dazu, das Projekt mit 1000 Euro zu unterstützen: „Seit mehreren Generationen wohnt meine Familie in Heiligenhafen, deswegen ist mir das Vorhaben auch so wichtig.“

Etwa neun bis 15 Monate würde es dauern, bis das Comic fertiggestellt ist. Ob es wirklich dazu kommt, wird bei der nächsten Stadtvertretersitzung am Donnerstag (26. September) entschieden.

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