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Das Fluttor hielt den Bauhof in Atem

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Mitarbeiter des Bauhofs beim Einlassen der Damm-Tafeln.
Vor und hinter dem Fluttor am Steinwarder-Damm wurden Damm-Tafeln eingelassen, damit das Wasser abgepumpt werden konnte. Bei den Arbeiten half ein Kran. © Hans-Jörg Meckes

In Heiligenhafen hatte sich am Steinwarder-Damm das Fluttor ausgehängt. Die Reparaturarbeiten dauerten zwei Tage und erforderten einen langen Atem. Als Ursache vermutet der Bauhof eine Unterströmung.

Heiligenhafen – Großes Aufsehen am Steinwarder-Damm in Heiligenhafen am Mittwochmorgen: Das Fluttor hielt den Bauhof in Atem, da es sich nicht mehr öffnen ließ. Schon von weitem waren die Reparaturarbeiten durch den großen gelben Kran zu erkennen. Zunächst galt es, das Wasser vor und hinter dem Tor abzupumpen, um den Defekt genauer untersuchen zu können.

Kran bei den Reparaturarbeiten am Fluttor in Heiligenhafen
Die Reparaturarbeiten am Fluttor waren am Mittwoch schon von weitem erkennbar. © Hans-Jörg Meckes

Seit Dienstagmorgen ging in Heiligenhafen das Fluttor am Steinwarder-Damm nicht mehr auf, erzählt Marcus Schmidt vom Bauamt in Heiligenhafen. „Das Tor ist aus seiner Verankerung gerissen, die Gründe dafür sind aber noch nicht bekannt“, informierte Schmidt am Mittwochvormittag. Taucher reinigten mit einem Hochdruckreiniger zunächst die Einfassungen, in denen später mit Hilfe eines Krans die Damm-Tafeln eingelassen wurden. Die Mitarbeiter des Bauhofs schufen so vor und hinter dem Fluttor einen Raum, aus dem sie das Wasser abpumpen konnten. Nach anderthalb Stunden trat so die enorme Größe der Tore zutage, die beide 6,40 Meter hoch sind. Jetzt wurde auch deutlich, worin der Defekt lag: Beide Tore hatten sich von ihren unteren Scharnierkugeln ausgehängt.

Ursache war womöglich eine Unterströmung

Am gestrigen Donnerstag gab Schmidt den Stand der Reparaturarbeiten bekannt: „Die Tore sind wieder ordnungsgemäß eingehängt.“ Heute sollen die Dammtafeln wieder herausgezogen werden, damit die Tore wieder wie gewohnt funktionieren. „Wir gehen davon aus, dass die Tore sich wegen einer Unterströmung aus dem Kugelgelenk ausgehängt haben. Es ist aber nichts kaputtgegangen. Die Tore mussten nur wieder eingehängt werden“, so Schmidt.

Freigelegtes Fluttor am Steinwarder-Damm in Heiligenhafen
Zwischen den Dammtafeln pumpte der Bauhof das Wasser ab, sodass der Zugang zu den 6,40 Meter hohen Toren frei war. Beide hatten sich von den Scharnierkugeln im Boden ausgehängt. © Hans-Jörg Meckes

Das Fluttor regelt den Wasserstand im Binnensee, damit es kein Hochwasser gibt, erklärte er weiter. Wenn der Wasserstand im Binnensee steigt, wird das Tor dicht gemacht. Es gebe einen Voralarm, der auf das Bereitschaftshandy des Bauhofs geht. Die Mitarbeiter können das Tor mit der sich in einem kleinen Häuschen direkt daneben befindenden Steuerungsanlage schließen und auch wieder öffnen. Das Fluttor wurde im Winter 2010/2011 errichtet. Bereits in 2013 kamen Probleme mit dem Tor zur Sprache.

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