Heiligenhafen: Diskussion im Hauptausschuss / Einstimmige Empfehlung für digitale Stadtvertretung

Dauerhaft mehr Innenstadt-Parkplätze?

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Auf dem Heiligenhafener Marktplatz sind während der Baumaßnahmen im Thulboden zusätzliche Parkplätze ausgewiesen worden. 

Heiligenhafen -ra- Die zusätzlich geschaffenen Parkplätze auf dem Heiligenhafener Marktplatz werden von Autofahrern sehr gut angenommen. Grund genug für BfH-Sprecher Simon Schulz im jüngsten Hauptausschuss am Montagabend anzuregen, diese dauerhaft bestehen zu lassen. Aktuell wurden diese als Ausgleichsmaßnahme eingerichtet, weil im Thulboden bekanntlich längere Zeit gebaut wird.

„Das wäre eine Entscheidung des neuen Bürgermeisters. Aktuell handelt es sich um fünf provisorische Parkplätze, die auch nicht markiert sind. Bei einer dauerhaften Variante müssten einige Vorgaben beachtet werden“, sagte der 1. Stadtrat Folkert Loose (CDU). Für Petra Kowoll (CDU) hätten es in der jetzigen Phase auch gerne mehr als fünf zusätzliche Stellplätze sein dürfen. „Aktuell würden dort auch mehr Autos niemanden stören.“ Kuno Brandt, Leiter der Ordnungs- und Bauverwaltung bei der Stadt Heiligenhafen, erklärte, dass während der anhaltenden Bauphase im Thulboden noch einige weitere Parkplätze auf dem Marktplatz entstehen sollen. „Eine langfristige Lösung sollte aber wohlüberlegt sein. Vor einem zugeparkten Markt wie in Oldenburg kann ich nur warnen“, so Brandt. Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Heiligenhafener Marktplatzes wird auch das Parkplatz-Thema wieder aufgegriffen werden.

Zum Thema Ärztehaus gibt es nach Aussage von Folkert Loose derzeit keine Neuigkeiten für die Öffentlichkeit. „Wir sind dabei, einen weiteren Termin mit der Heiligenhafener Ärzteschaft zu finden.“ Auf positive Resonanz stieß unterdessen der Antrag der CDU-Fraktion, die Papierflut bei Sitzungen zu beenden und zukünftig nur noch digital zu arbeiten. „Viele andere Gemeinden und Städte sowie der Kreistag arbeiten bereits papierlos. Daran sollten wir uns orientieren“, sagte Philip Knorr (CDU). Einstimmig wurde empfohlen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die einen Beschlussvorschlag für den Hauptausschuss erarbeiten soll.

Bei den Parkgebühren hat die Stadt im Jahr 2019 Einnahmen in Höhe von 98423 Euro erzielt, fast 6000 Euro weniger als im Vorjahr. „Aufgrund von Bauarbeiten konnten teilweise keine Parkgebühren erhoben werden“, erklärte Kuno Brandt. Stark zurückgegangen sind die Ordnungswidrigkeiten nach der Straßenverkehrsordnung. Gab es 2018 noch 7745 Fälle, waren es 2019 nur 5367 Vorkommnisse.

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