Die Theodor-Storm-Schule in Heiligenhafen.
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Das Thema Inklusion wird immer bedeutsamer: Zuletzt wurde damit begonnen, Heiligenhafens Grundschule barrierefrei umzubauen. Die TSS hat im Außenbereich unter anderem eine Rampe erhalten. Im nächsten Schritt werden Aufzüge folgen.

Geld wird für die Theodor-Storm-Schule eingeplant

Heiligenhafen bekommt 300000 Euro aus Fonds für Barrierefreiheit

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Die Stadt Heiligenhafen bekommt die Maximalförderung von 300000 Euro aus dem Fonds der Landesregierung für Barrierefreiheit. Das Geld soll in den barrierefreien Ausbau der Grundschule investiert werden, erklärt Bauamtsleiter Roland Pfündl.

  • Die Gesamtfördersumme des Fonds beträgt mehr als vier Millionen Euro.
  • Nur vier Mal wurde die maximale Fördersumme von 300000 Euro vergeben.
  • Die Förderung werde den Haushalt von Heiligenhafen sehr entlasten.

Heiligenhafen – Die Landesregierung bringt die Inklusion und Teilhabe für alle Menschen im Land weiter voran. Am Montag wurden 57 Förderbescheide mit einer Gesamtfördersumme von mehr als vier Millionen Euro aus dem Fonds für Barrierefreiheit verschickt. Insgesamt nur vier Mal ist dabei die maximale Fördersumme in Höhe von 300000 Euro vergeben worden – darunter auch an die Stadt Heiligenhafen.

Diese überraschende Förderung entlastet den städtischen Haushalt nun sehr.

Roland Pfündl, Heiligenhafens Bauamtsleiter

„Darüber freuen wir uns sehr“, sagte Heiligenhafens Bauamtsleiter Roland Pfündl gestern Nachmittag auf Nachfrage. Im Zuge der barrierefreien Umgestaltung der Theodor-Storm-Schule hatte die Stadt einen Förderantrag gestellt und ist nun belohnt worden. „Der Umbau, der in zwei Abschnitte unterteilt wurde, kostet rund 550000 Euro“, so Heiligenhafens Bauamtsleiter. Unter anderem ist eine Außenrampe bereits fertiggestellt worden, Treppenplattform-Lifte im langgestreckten Schulflur, Türen mit automatischem Öffner, Handlaufgeländer sowie ein Aufzug in den ersten Stock im Bereich der Aula sollen folgen. 

„Die Maßnahmen hätten wir auf jeden Fall umgesetzt, diese überraschende Förderung entlastet den städtischen Haushalt nun sehr“, erklärte Roland Pfündl. 

Ziel: Gleichbehandlung und volle Teilhabe von allen Menschen

Staatssekretär Dirk Schrödter (CDU), Chef der Staatskanzlei, sagte am gestrigen Dienstag in Kiel: „Wir machen weiter Tempo beim Ausbau der Barrierefreiheit in unserem Land. Seit Inkrafttreten der Förderrichtlinie im Jahr 2019 unterstützt die Landesregierung innovative und nachhaltige Ansätze zur Barrierefreiheit. Wir wollen Gleichbehandlung und volle Teilhabe von allen Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. So soll ein gleichberechtigtes Zusammenleben in der Gesellschaft erreicht werden.“

Die 44 Zuwendungsbescheide im investiven Bereich gingen an Vereine, Kommunen, Kirchengemeinden, private Unternehmen, eine Stiftung und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Es werden unter anderem barrierefreie Zugänge wie Rampen, automatisch öffnende Türen, Aufzüge und Strandzugänge geschaffen. Des Weiteren werden Maßnahmen zur akustischen und visuellen Barrierefreiheit in Gebäuden und an einer Ampelanlage umgesetzt sowie zwei inklusive Spielräume geschaffen.

Im nichtinvestiven Bereich wurden 13 Anträge bewilligt, darunter der des Oldenburger Wallmuseums über einen Zuwendungsbescheid in Höhe von fast 32000 Euro. Die Auswahl der Projekte erfolgte in enger Abstimmung mit der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Michaela Pries, hieß es gestern Nachmittag aus Kiel. 

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