Kuno Brandt, Dr. Thilo Rohlfs und  Joachim Garbiel bei der Übergabe des Förderbescheids
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Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs (m.) hat Bürgermeister Kuno Brandt den Förderbescheid über 1,8 Millionen Euro übergeben. HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel ist mit der Projektdurchführung beauftragt.

Satte Förderung für Hafen-Zukunft

1,8 Millionen Euro Zuschuss vom Land gibt es für die Erneuerung der Spundwand Südkaje

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Die Stadt Heiligenhafen erhielt vom Land Schleswig-Holstein einen Förderbescheid in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Damit soll der Kommunalhafen modernisiert werden, der künftig an größere Schiffe angepasst wird.

  • Mit der Förderung soll die Kaianlage im südlichen Hafenbereich ausgebaut werden.
  • Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im April 2022.
  • 400 Tonnen Stahl sollen auf einer Länge von 200 Metern verarbeitet werden.

Heiligenhafen – Einen Förderbescheid in Höhe von 1,8 Millionen Euro hat Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs (FDP) am Montagmorgen Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) übergeben. Hintergrund: Um den vor allem für die Landwirtschaft in der Region seit Jahrhunderten wichtigen Kommunalhafen zu modernisieren und an die zunehmend größeren Schiffe anzupassen, soll die Kaianlage im südlichen Hafenbereich ausgebaut werden. Mit den Arbeiten wird voraussichtlich im April begonnen, Ende 2022 sollen sie abgeschlossen sein. Für Heiligenhafen verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 765000 Euro.

Die Stadt ist dabei der Projektträger, durchgeführt wird die Maßnahme von der HVB, wie Kuno Brandt erklärte. „Es hat in der jüngsten Vergangenheit einige Rückschläge für unseren Kommunalhafen gegeben, erst kürzlich sind zwei Fischkutter abgewrackt worden“, berichtete Brandt. Umso wichtiger sei es, die allgemeine wirtschaftliche Prosperität im Kommunalhafen zu wahren und die Spundwand im kommenden Jahr zu erneuern. Die touristische Aufenthaltsqualität sei durch diverse geförderte Projekte bereits sehr hoch.

Erneuerung auf einer Länge von 200 Metern

„Die nun anstehende Maßnahme an der Kaianlage ist nicht unbedingt spektakulär, aber sie ist sehr wichtig“, bekräftigte HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel. 400 Tonnen Stahl würden auf einer Länge von 200 Metern für den Ostteil der Südkaje verarbeitet werden müssen, insgesamt würde es sich um eine Spundwandfläche von 2600 Quadratmetern handeln. „Die jetzige Spundwand gibt es schlichtweg nicht her, dass Schiffe mit größerem Tiefgang, beispielsweise für die LEV, in den Hafen fahren“, erläuterte Joachim Gabriel, für den die Erneuerung der 200 Meter langen Spundwand nur ein erster großer Schritt ist. 

Die Spundwand des Hafenbeckens wird auf einer Länge von 200 Metern im Bereich der LEV-Silos erneuert. Zudem wird an einer Vertiefung der Einfahrt gearbeitet.

Sowohl das Hafenbecken als auch die Fahrrinne müssten idealerweise um einen Meter vertieft werden. Dann würde die Wassertiefe sechs Meter betragen. Wie der HVB-Geschäftsführer berichtete, seien Gespräche mit den beteiligten Behörden schon aufgenommen worden, auch ein Ingenieurbüro sei bereits tätig. Unterstützung sicherte hierbei Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs zu: „Mit dem Bund sind wir in Gesprächen über eine Verbesserung der Hafenzufahrt – ich bin zuversichtlich, dass auch hier eine Lösung gefunden werden kann.“

Insgesamt zeigte sich Rohlfs vom Weg Heiligenhafens sehr beeindruckt und sicherte auch zukünftig finanzielle Unterstützung zu, gerade wenn es um saisonverlängernde Maßnahmen für den Ganzjahrestourismus gehe.

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