Ostholstein: Zweitwohnungsbesitzer müssen Landkreis bis Sonntag (22. März) verlassen

Corona-Krise: Zweitwohnungsbesitzer müssen nun doch Koffer packen

Ostholstein –hö/mb– Zweitwohnungsbesitzern im Kreis Ostholstein ist nun doch die Nutzung ihrer Zweitwohnung untersagt worden. Sie müssen ihre Bleibe bis spätestens Sonntag (22. März) verlassen haben. Das gab der Kreis Ostholstein gestern Abend (20. März) gegen 20 Uhr bekannt. Die Anordnung hat nun in einem Eilverfahren das Verwaltungsgericht in Schleswig bestätigt.

Am Donnerstag war die Nutzung noch für zulässig erklärt worden. Landrat Reinhard Sager (CDU) sieht sich mit dieser Entscheidung im Gleichklang mit Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der die Zweitwohnungsbesitzer gestern dringend zur Abreise aufgefordert hat. Die vollständige Allgemeinverfügung ist unter www.kreis-oh.de nachzulesen.

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Im Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht in Schleswig in einem vorläufigem Rechtsschutzverfahren entschieden, dass die Untersagung der Nutzung von Zweitwohnungen durch den Kreis Ostholstein sofort vollziehbar ist. Für auswärtige Personen, die sich in diesen Wohnungen aufhalten, ergibt sich daraus eine unverzügliche Rückreiseverpflichtung.

Antragsteller in ihren Zweitwohnungen

Die Antragsteller, die mit ihrem Erstwohnsitz außerhalb Schleswig-Holsteins gemeldet sind, halten sich derzeit in ihren Nebenwohnungen in den Kreisen Ostholstein beziehungsweise Nordfriesland auf und müssen nun abreisen. Beide Kreise hatten eine derartige Allgemeinverfügung erlassen.

Öffentliches Interesse in der Corona-Krise wiegt schwerer als privates Interesse

 „Das Gericht hat in den Entscheidungsgründen weder die offensichtliche Rechtmäßigkeit noch die offensichtlich Rechtswidrigkeit der Verfügung festgestellt“, schreibt die Pressestelle. Aufgrund der Eilbedürftigkeit hätten die Richter das öffentliche Interesse der Abwehr von Gefahren für die Gesundheit ein deutlich höheres Gewicht beigemessen als dem privaten Interesse der Antragsteller.

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