Pastorin Hannegret Riepkes
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Hannegret Riepkes wird neue Pastorin in Heiligenhafen.

Hannegret Riepkes nimmt Dienst auf

Heiligenhafen begrüßt seine neue Pastorin

  • Patrick Rahlf
    vonPatrick Rahlf
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Hannegret Riepkes wird neue Pastorin in der Warderstadt. Sie übernimmt für zwei Jahre die zweite Pfarrstelle von Pastor Carsten Sauerberg. Riepkes kommt in einer Zeit des Übergangs in die Kirchengemeinde.

  • Pastorin Riepkes will in der aktuell schwierigen Zeit für die Menschen da sein.
  • Sie wohnt bereits seit einiger Zeit in der Nähe von Heiligenhafen.
  • Die 62-Jährige wuchs in Ostfriesland auf.

Heiligenhafen – Am kommenden Sonntag (14. Februar) wird Propst Dirk Süssenbach in der Heiligenhafener Stadtkirche Hannegret Riepkes als neue Pastorin der Gemeinde begrüßen. Die 62-Jährige übernimmt bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand in rund zwei Jahren vertretungsweise die zweite Pfarrstelle von Pastor Carsten Sauerberg. Bis zu dessen Weggang Anfang Juni unterstützt sie Pastor Felipe Axt, der im Rahmen seiner Elternzeit weniger Stunden arbeitet. „Pastorin Riepkes kommt zu uns in einer Zeit des Übergangs, in der die Kirchengemeinden von Heiligenhafen, Großenbrode und Neukirchen gerade über die künftige Form ihrer Zusammenarbeit beraten. Für ihre Bereitschaft, uns in dieser nicht ganz leichten Situation zu unterstützen, bin ich sehr dankbar“, so Propst Süssenbach mit Blick auf den von der Kirchenkreissynode Ende 2019 beschlossenen Regionenprozess.

Carsten Sauerberg und Felipe Axt werden den von Tim Weigardt musikalisch begleiteten Gottesdienst leiten, Pastorin Riepkes wird die Predigt halten. Beginn ist um 10 Uhr. Angesichts des derzeit eingeschränkten Sitzplatzangebots müssen sich Gottesdienstbesucher im Vorfeld im Kirchenbüro anmelden.

Riepkes wohnt schon seit einiger Zeit in der Nähe von Heiligenhafen

Für die neue Pastorin ist die Stelle in Heiligenhafen ein Glücksgriff, weil sie dank ihrer neuen Aufgabe schon ein wenig früher an ihren persönlichen Sehnsuchtsort ziehen darf als gedacht: Als Ruhesitz hatten sich Hannegret Riepkes und ihr Mann bereits vor einiger Zeit ein Domizil in der Nähe von Heiligenhafen gesucht.

Doch die Pastorin weiß auch, dass sie in einer Phase an die Ostseeküste kommt, in der viele Menschen mit Sorge und Ängsten auf die anstehenden Veränderungen blicken. „Ich will für die Menschen in dieser Zeit verlässlich da sein“, sagt sie.

Theologiestudium in Bethel, Marburg und Göttingen

Geboren in der Nähe von Aurich, wuchs Hannegret Riepkes in einer Nachbargemeinde der ostfriesischen Kreisstadt auf. 1979 ging sie zum Theologiestudium zunächst nach Bethel, dann nach Marburg und schließlich nach Göttingen. Ihr Vikariat absolvierte sie Ende der 1980er-Jahre in Bremerhaven. Nach ihrem Examen wechselte Riepkes in die Nordelbische Kirche, denn inzwischen hatte sie den Hamburger Pastor Hanno Billerbeck geheiratet, mit dem sie eine kleine Familie gründete und sich in Finkenwerder an der Elbe eine Stelle teilen konnte. Fast zehn Jahre blieben sie dort. Es folgten Stationen in Geesthacht und Hamburg-Barmbek, bevor Hannegret Riepkes eine Pfarrstelle im Hamburger Stadtteil Dulsberg übernahm, wo sie fast 17 Jahre lang wirkte. In der Gemeinde war sie in den vergangenen Jahren maßgeblich an der Begleitung eines herausragenden Bauprojektes beteiligt: dem Einbau einer Kita und eines Gemeindehauses in die große Kirche auf dem Dulsberg. 

Doch nun freut sich die Pastorin noch einmal auf eine neue Herausforderung jenseits von Bauplänen und Baulärm. Sie will vor allem erst einmal auf die Bedürfnisse der Gemeindeglieder in Heiligenhafen horchen: „Was brauchen sie jetzt? Und was brauchen sie demnächst, wenn das mit der Corona-Pandemie hoffentlich bald mal vorbei ist?“, fragt Riepkes. Sie glaubt, dass sich gerade jetzt sehr viel verändert: „Was nehmen wir mit in die Zeit danach und was holen wir wieder aus der Zeit vor Corona?“

Starke Besinnung auf die Geschichte

Was Hannegret Riepkes mit ihrem Mann seit Jahrzehnten teilt, ist der Wille, Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte am Leben zu halten. Schon in Finkenwerder, wo sich zu Kriegszeiten ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme befand, hatte sie eine Geschichtsgruppe gegründet. Und Pastor Hanno Billerbeck ist inzwischen zuständig für die kirchliche Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. „Es ist mir wichtig, dass wir diese Dinge nicht vergessen und dass wir hingucken“, sagt sie – und denkt dabei auch an die Gedenkarbeit rund um die Cap Arcona-Katastrophe.

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