Heiligenhafen: Haus in der Bergstraße kommt unter den Hammer / Schlägt die Stadt Heiligenhafen zu?

„Bitburger“ wird versteigert

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Das Haus in der Bergstraße 16 ist seit Jahren ein Schandfleck. Die Pflege blieb an der Stadt hängen.

Heiligenhafen -ra- Das Haus in der Bergstraße 16, in dem früher einmal das Restaurant „Zum Bitburger“ beheimatet gewesen ist, ist seit langem ein echter Problemfall. Jahrelang war es unbewohnt, die Fenster standen dennoch offen, Elektrokabel ragten im Türbereich aus der Wand und das Unkraut sprießte auf dem Gehweg rund zwei Meter hoch. Die Stadt musste sich mehrmals im Jahr um die Unterhaltung kümmern, damit der Gehweg überhaupt noch passierbar war.

Doch seit einigen Wochen kommt Bewegung in die Sache. Es ist augenscheinlich Leben eingekehrt in das alte Haus. „Das ist mir auch zu Ohren gekommen. Wir sind als Stadt sehr überrascht über die jüngsten Vorgänge im alten ‚Bitburger‘, wissen aber natürlich nichts Konkretes über ein Mietverhältnis oder Ähnliches“, sagte Kuno Brandt, Leiter der Ordnungs- und Bauverwaltung.

Und es wird noch kurioser: Das Gebäude steht aktuell zur Zwangsversteigerung, der Termin ist für Mai anberaumt. Ein Verkehrswert in Höhe von 72000 Euro wird angegeben, im Beschreibungstext heißt es: „Zwei Geschosse, ehemaliger Gastronomiebetrieb mit Beherbergungen und zwei Wohnungen, augenscheinlich alle Nutzungen aufgrund des Zustands der Bausubstanz aufgegeben, keine Innenbesichtigung.“ Die Wohn- und Nutzfläche des Gebäudes beträgt 334 Quadratmeter.

Der verstorbene Bürgermeister Heiko Müller hatte immer wieder angeregt, dass die Stadt das Haus erwerben sollte, falls die Chance vorhanden sei. Diese könnte jetzt gekommen sein. Kuno Brandt: „Wir werden uns mit der Thematik befassen. Bis 12. Mai ist ja noch etwas Zeit.“

Rückblick: Bereits 2014 berichtete die HP in einem Artikel über den verkommenen „Bitburger“ am Eingang zur Altstadt. Mithilfe von Bargeldeinzahlungen wurden damals in unregelmäßigen Abständen ausstehende Zahlungen wie die Grundsteuer B beglichen, berichtete Heiko Müller unserer Zeitung. Der Eigentümer selbst war für die Heiligenhafener Verwaltung nicht zu erreichen.

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