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Eine „Toilette für alle“ am Kapitän-Willi-Freter-Platz soll kommen

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Von: Patrick Rahlf

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WC-Anlage am Kapitän-Willi-Freter-Platz in Heiligenhafen
Die bestehende WC-Anlage am Kapitän-Willi-Freter-Platz soll um eine „Toilette für alle“ ergänzt werden. © Patrick Rahlf

Die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) planen eine zwölf Quadratmeter große WC-Anlage am Kapitän-Willi-Freter-Platz, die auch für Schwerstbehinderte zugänglich ist. Die Förderung beträgt 60 Prozent.

Heiligenhafen – „Der momentane Zustand ohne eine einzige ‚Toilette für alle‘ ist für Heiligenhafen absolut inakzeptabel und nicht haltbar“, sagt HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel. Barrierefreie Toiletten würden sich in der Warderstadt an vielen öffentlichen Orten befinden, doch für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sei ein gängiges barrierefreies WC völlig unzureichend.

Deshalb befassen sich die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe seit einiger Zeit mit der Realisierung einer sogenannten „Toilette für alle“. Sie verfügt unter anderem über eine Raumgröße von zwölf Quadratmetern, eine höhenverstellbare Pflegeliege mit abklappbarem Seitengitter, einen Decken- oder Standlifter zum sicheren Transfer vom Rollstuhl auf die Pflegeliege oder Toilette sowie über eine automatische Türöffnung.

„Als Standort für diese erste ‚Toilette für alle‘ würde sich in Heiligenhafen der Kapitän-Willi-Freter-Platz anbieten. Auf diesem Platz befindet sich bereits eine öffentliche WC-Anlage, die sinnvoll um das Angebot ergänzt werden könnte“, sagt Joachim Gabriel, der das Vorhaben kürzlich bei der Aktivregion Wagrien-Fehmarn vorgestellt hat. Hier sei es als „absolut förderwürdig“ eingestuft worden. 

200.000 Euro Kosten und 60 Prozent Förderung

Die Investitionskosten belaufen sich auf knapp 200.000 Euro netto, die Förderung würde 60 Prozent betragen, teilt die HVB mit. Der Bauantrag für den Standort Kapitän-Willi-Freter-Platz sei bereits gestellt, die Baugenehmigung liege aber aktuell noch nicht vor. „Die Lieferung und der Aufbau werden noch in dieser Woche öffentlich auf einer Vergabeplattform ausgeschrieben. Sobald die Zuwendung bewilligt ist, kann der Auftrag dann erteilt werden. Mit einer Umsetzung ist voraussichtlich im ersten Quartal 2023 zu rechnen“, teilt Joachim Gabriel abschließend mit, der in dieser Angelegenheit in einem regen Austausch mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen in Heiligenhafen, Michael Rosch, steht. Auch Edda Rahlf, Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung in Ostholstein, unterstützt das Vorhaben.

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