Entwurf zum Stadtzentrum Heiligenhafen
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Bislang ist es nur ein Entwurf, der aber zeigt, was in den kommenden 15 Jahren in Heiligenhafens Stadtzentrum an Veränderungen möglich wäre. Auch der Stadtpark soll eine Aufwertung erfahren.

Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm

Heiligenhafens Innenstadt soll neues Gesicht erhalten

  • Patrick Rahlf
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Die Vorplanungen für die Aufnahme Heiligenhafens in das Städtebauförderungsprogramm stehen kurz vor dem Abschluss. Dadurch soll die Innenstadt in den nächsten 15 Jahren umgestaltet werden.

  • Es wird mit Fördermitteln in Höhe von 15 Millionen Euro gerechnet.
  • Marktplatz, Kommunalhafen und eine veränderte Verkehrsführung sind zentrale Ziele.
  • Informationen zu den Vorplanungen sind ab 1. März auf der Internetseite von Heiligenhafen zu finden.

Heiligenhafen – In den kommenden 15 Jahren soll sich in Heiligenhafens Innenstadt eine Menge tun: Schlüssel für zahlreiche Veränderungen und Umgestaltungsmaßnahmen ist die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Die Vorplanungen befinden sich mittlerweile auf der Zielgeraden, wahrscheinlich wird die Stadtvertretung im Frühjahr einen finalen Beschluss für das Sanierungsgebiet fassen. Dann könnte der Startschuss für die Abarbeitung einer langen Liste fallen, die mehr als 60 Einzelmaßnahmen beinhaltet. Insgesamt wird mit Fördermitteln in Höhe von rund 15 Millionen Euro gerechnet.

Bürgermeister Kuno Brandt (l.) und Bauamtsleiter Roland Pfündl freuen sich, dass Heiligenhafen schon bald von der Städtebauförderung profitiert.

„Es war ein langer Weg, den wir gegangen sind, aber er wird sich auszahlen. Heiligenhafen wird langfristig sehr von der Städtebauförderung profitieren“, ist Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) überzeugt. Durch die BIG Städtebau GmbH ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erstellt worden, zudem hat sich in den vergangenen Jahren ein Projektbeirat, bestehend aus Gewerbetreibenden, Handwerkern, Kommunalpolitikern, dem Senioren- und Behindertenbeirat sowie der Verwaltung, regelmäßig getroffen, um die Vorarbeit zu leisten. „Herausgekommen ist eine lange Liste an Projekten, die in den nächsten Jahren abgearbeitet werden soll. Die Priorisierung wird von der Stadtvertretung festgelegt“, erklärte Bauamtsleiter Roland Pfündl. Der erste Schritt wird zeitnah die Ausschreibung eines Sanierungsträgers sein, der die Stadt langfristig bei allen Umsetzungen begleiten wird.

Marktplatz und Kreuzung sind Schlüsselprojekte

Doch was genau ist geplant? Die Umgestaltung des Marktplatzes und des Kommunalhafens, Straßensanierungsmaßnahmen, das Thema Barrierefreiheit, die Entwicklung der städtischen Freifläche im Thulboden, aber auch generelle Veränderungen in der Straßenverkehrsführung sind unter anderem vorgesehen. „Vorstellbar ist, dass die Hafenstraße entlastet wird und der Verkehr auch über andere Straßen fließt“, nannte Roland Pfündl als Beispiel. Ein weiteres großes Projekt sei die Umgestaltung der Kreuzung Am Strande. „Hier gibt es ganz viele Ideen, dazu gehört beispielsweise der Bau eines Kreisverkehrs. Auf jeden Fall sollen Altstadt und Seebrücke zukünftig besser miteinander verbunden werden. Aktuell bildet die Kreuzung eine Art Barriere“, führte der Bauamtsleiter weiter aus. Eine grobe Kostenschätzung für dieses größere Vorhaben beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro.

Eines der Schlüsselprojekte soll die Umgestaltung der Kreuzung Am Strande sein.

„Wir reden hier von einem Sanierungszeitraum von 15 Jahren oder länger. Deshalb ist es schwierig, konkrete Zahlen für die Zukunft zu benennen“, ergänzte Bianca Rietzler, neue Mitarbeiterin im Bereich Stadtentwicklung bei der Stadt Heiligenhafen. Für alle knapp 60 auf der Liste stehenden Projekte wird aktuell mit Gesamtkosten in Höhe von 28 Millionen Euro kalkuliert, etwa 15 Millionen Euro schießen Bund und Land im Rahmen der Städtebauförderung zu. „Für einige Vorhaben gibt es eine Zwei-Drittel-Förderung, für andere nicht“, sagte Bürgermeister Kuno Brandt. Welche Dinge zuerst angepackt werden, um vorhandene Missstände zu beheben, entscheidet alleine die Stadtvertretung.

Alle Infos ab Montag online

In normalen Zeiten hätte es in diesen Tagen eine große Informationsveranstaltung im Binnensee-Pavillon gegeben, doch coronabedingt ist das natürlich nicht möglich. Auf der Internetseite der Stadt Heiligenhafen (heiligenhafen.de) finden alle Bürgerinnen und Bürger ab Montag (1. März) unter dem Unterpunkt Stadtverwaltung (-> Stadtentwicklung -> Städtebauförderung) die vorbereitenden Untersuchungen und das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept online. In einem Video werden alle wichtigen Informationen zusammengefasst, zudem werden häufig gestellte Fragen direkt beantwortet. Ebenfalls wird Bianca Rietzler im Zeitraum vom 1. bis 21. März telefonisch für Fragen zur Verfügung stehen (906806), auch eine Terminvereinbarung ist möglich. 

Bereits am heutigen Freitag gehen Briefe an die Besitzer von Immobilien in dem Sanierungsbereich heraus, um sie über einen zukünftigen Sanierungsvermerk zu informieren. „Die Leute müssen sich keine Gedanken machen, das dient lediglich der Sicherstellung von Qualitätsstandards in einem geförderten Sanierungsgebiet“, erklärte Roland Pfündl. 

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