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Konkrete Vorschläge für die Neuaufstellung des Heimatmuseums sollen finanziell geprüft werden

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Das Heimatmuseum in Heiligenhafen
Das Heimatmuseum in Heiligenhafen soll völlig neu aufgestellt werden. So soll das Museum im Thulboden auch einen neuen Namen erhalten. © Hans-Jörg Meckes

Das Heimatmuseum in Heiligenhafen soll komplett neu aufgestellt werden. Der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten empfahl der Stadtvertretung jetzt, das Konzept von Beraterin Dr. Stefanie Janssen auf die Finanzierung zu prüfen.

Heiligenhafen – Im November letzten Jahres hat die Kulturwissenschaftlerin Dr. Stefanie Janssen ein neues Konzept für das Heimatmuseum im Thulboden in Heiligenhafen vorgestellt, das mittlerweile recht in die Jahre gekommen ist. Der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten in Heiligenhafen hat jetzt der Stadtvertretung einstimmig empfohlen, konkrete Vorschläge zu prüfen, mit denen das Konzept umgesetzt werden soll. Mithilfe der Verwaltung soll die Finanzierung geprüft werden.

Kulturwissenschaftlerin Dr. Stefanie Janssen
Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Stefanie Janssen hat ein neues Konzept für das Heimatmuseum in Heiligenhafen erstellt. © Hans-Jörg Meckes

„Normalerweise sollten Dauerausstellungen nach zehn Jahren komplett ausgetauscht werden“, sagte Janssen zu den Ausschussmitgliedern. Die Dauerausstellung im Heimatmuseum sei allerdings bereits 30 Jahre alt. „Auch die Zusammenhänge werden nicht immer richtig deutlich, damit entgeht einem auch viel von der Geschichte der Stadt“, betonte die Kulturwissenschaftlerin. Momentan bräuchten Besucher eine Führung, um die Zusammenhänge im Museum zu verstehen.

Die Stadtvertretung müsse sich vor allem Gedanken dazu machen, welche Zielgruppen sie künftig mit dem Museum ansprechen wolle, so Janssen weiter. „Kinder spricht man anders an als Erwachsene oder Wissenschaftler.“ Sie empfehle, vorrangig etwas über die Stadtgeschichte von Heiligenhafen zu vermitteln.

Das Museum braucht einen Digitalisierungsplan

Ein weiteres Problem sieht die Kulturwissenschaftlerin in den zu kleinen Beschriftungen des Museums. Unverzichtbar seien ein Digitalisierungsplan und Medienstationen. So könne sich das Museum Smartphones zunutze machen und durch QR-Codes Hörgeschichten, Filme oder auch Spiele einbinden. Dazu müsse allerdings auch ein professionelles Designbüro eingebunden werden, erklärte Janssen.

Ein Museum dieser Größenordnung braucht eine Leitungsstelle. Der Umfang dieser Aufgaben ist sehr vielfältig. Das lässt sich nicht mit ehrenamtlichen Kräften allein bewerkstelligen.

Kulturwissenschaftlerin Dr. Stefanie Janssen

Sie wies überdies darauf hin, sich Gedanken zu machen, was in einem begrenzten Raum präsentiert werden kann. Es sollte einheitliche Systeme bei der Beleuchtung, Beschriftung und bei den Übersichtstexten geben. Hinter den Kulissen sollte sich das Museum Gedanken zur Depotsituation machen, so die Beraterin. In seinem Sammlungsplan könnte das Museum festhalten, welche Exponate dazu kommen sollen.

Sie empfahl außerdem: „Ein Museum dieser Größenordnung braucht eine Leitungsstelle. Der Umfang dieser Aufgaben ist sehr vielfältig. Das lässt sich nicht mit ehrenamtlichen Kräften allein bewerkstelligen.“ Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt erwähnte, dass das Museum künftig auch einen neuen Namen erhalten soll.

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