Thomas Wende, Marijana Haase und Peter Fiedler werben für den Mitternachtslauf in Heiligenhafen.
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Thomas Wende (l.), Marijana Haase und Peter Fiedler vom Organisationsteam des Mitternachtslaufes freuen sich, dass die 33. Auflage zumindest virtuell stattfinden kann. 2022 soll es dann wieder eine Großveranstaltung geben.

Corona-Pandemie lässt Organisationsteam kreativ werden

Der Mitternachtslauf wird virtuell und dezentral

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Am 23. Juli findet der diesjährige Mitternachtslauf statt. Doch anders als sonst müssen die Läufer nicht alle am selben Ort starten. Nur eine vorgegebene Streckenlänge müssen die Läufer absolvieren.

  • Corona-Pandemie zwingt Organisatoren des Mitternachtslaufs dazu, kreativ zu werden.
  • Läufer starten an beliebigen Punkten, müssen aber eine vorgegebene Streckenlänge absolvieren.
  • Das Zeitfenster zum Laufen ist am 23. Juli ab 19 Uhr bis um 10 Uhr am 24. Juli.

Heiligenhafen – Im März hat das Organisationsteam des Heiligenhafener Mitternachtslaufes entschieden, dass die weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Sportveranstaltung auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden wird. „Mittlerweile wäre die Durchführung mit umfangreichen Hygieneauflagen vielleicht möglich gewesen, doch das kann von uns nicht geleistet werden“, erklärt Thomas Wende, 1. Vorsitzender des TSV Heiligenhafen. Zudem sei der Sportplatz am Lütjenburger Weg ohnehin gesperrt. 

Es geht darum, die vorgegebene Streckenlänge zu absolvieren. Wo das gemacht wird, ist in diesem Jahr ausnahmsweise mal egal.

Peter Fiedler, Mitglied im Organisationsteam zum Mitternachtslauf

Doch in den vergangenen Monaten reifte bei den Veranstaltern der Gedanke, den 33. Mitternachtslauf virtuell stattfinden zu lassen. „Wir haben uns schlussendlich dafür entschieden, die Veranstaltung am 23. Juli durchzuführen – an diesem Tag hätte sie auch regulär stattgefunden“, sagt Marijana Haase, die auf die Internetseite Virtualrunners.de verweist, auf der beispielsweise auch der New York-Marathon gebucht werden kann. „Dort kann man sich ab sofort für den Heiligenhafener Mitternachtslauf anmelden. Von der Kinderstrecke, dem Binnenseelauf bis hin zum zehn Kilometer langen Hauptlauf ist alles dabei.“ Und das Gute ist, dass jeder mitmachen kann, denn der Lauf ist nicht ortsgebunden. „Es geht darum, die vorgegebene Streckenlänge zu absolvieren. Wo das gemacht wird, ist in diesem Jahr ausnahmsweise mal egal“, erklärt Peter Fiedler, langjähriges Mitglied im Organisationsteam.

„Wollen nicht in Vergessenheit geraten“

Die besondere Atmosphäre und der Zauber des Mitternachtslaufes werden in diesem Jahr nicht spürbar sein, aber dennoch ist die virtuelle Veranstaltung eine echte Alternative. „Man muss in diesen Zeiten kreativ sein, und wir wollen unsere schöne Veranstaltung nicht in Vergessenheit geraten lassen. Im letzten Jahr mussten wir bekanntlich absagen“, so Marijana Haase, die gleichzeitig betont, dass beispielsweise der Hauptlauf am 23. Juli nicht zwingend abends um 23 Uhr gelaufen werden muss. „Es gibt ein Zeitfenster von 19 Uhr bis 10 Uhr am Tag danach.“ Wer sein Ziel erreicht hat, bekommt selbstverständlich eine Medaille von Virtualrunners zugeschickt, auch eine Urkunde ist im Basis-Paket bei der Anmeldung erhalten. Die Laufdaten werden über das Smartphone oder eine Fitnessuhr direkt an den Anbieter gesendet. 

Der direkte Weg zur Anmeldung für den diesjährigen Mitternachtslauf läuft über den QR-Code.

Die Hoffnungen des Organisationsteams und des TSV Heiligenhafen sind unterdessen groß, dass der virtuelle Lauf gut angenommen wird. „Wir hoffen schon auf einige hundert Teilnehmer“, sagt Thomas Wende. In normalen Jahren sind es rund 1000 Läuferinnen und Läufer, die auf den verschiedenen Strecken der Traditionsveranstaltung an den Start gehen. 

Eine Anmeldung ist über die Seite mitternachtslauf.de möglich, außerdem kann per Smartphone ganz einfach der QR-Code eingescannt werden (über die Fotofunktion). „2022 soll es dann wieder an bewährter Stelle in Heiligenhafen auf die Strecke gehen. Darauf freuen wir uns schon jetzt alle“, sagt Thomas Wende abschließend. 

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