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Müll-Projekt der Kita „Blauer Elefant“ ist ein voller Erfolg

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Müll-Projekt der Kita „Blauer Elefant“ in Heiligenhafen
Einsatz für eine saubere Umwelt: Die Kinder der Marienkäfer-Gruppe des Kindergartens „Blauer Elefant“ mit Leiterin Jennifer Bahr (v.l.), Carmen Wagner von der Stadtbücherei, Jessica Westphal, Referentin für Nachhaltigkeitsbildung beim Zweckverband Ostholstein, und Erzieherin Denise Wiese. © Hans-Jörg Meckes

Die Kinder in der Kita „Blauer Elefant“ in Heiligenhafen haben Anfang Februar ihr Müll-Projekt begonnen. Dabei lernen sie, wie sie nachhaltig leben können und die verschiedenen Materialien von Müll zu trennen.

Heiligenhafen – Plastik ist aus dem heutigen Alltag der Menschen nicht mehr wegzudenken: Ob in Verpackungen, Produkten wie Zahnpasta, Shampoo, Sonnencreme oder Lippenstifte – überall ist der Kunststoff mittlerweile zu finden. Auch wenn Plastik in vielen Bereichen durchaus praktisch ist, ist es gleichzeitig sehr schädlich für die Umwelt. Deshalb hat der Heiligenhafener Kindergarten „Blauer Elefant“ Anfang Februar ein Müll-Projekt gestartet und sich genauer damit befasst, wie der Unrat am besten getrennt und recycelt werden kann.

Bei ihren Spaziergängen durch Heiligenhafen sind den Kindergartenkindern immer wieder Verpackungen oder leere Dosen aufgefallen, die auf dem Boden oder in Gebüschen herumlagen. „Wir haben uns deshalb gefragt, wie kommt der Müll hier her? Warum liegt er hier rum?“, erzählt die Erzieherin der Marienkäfer-Gruppe, Denise Wiese. Bei dem Müll-Projekt sei es vor allem darum gegangen, dass die Kinder verstehen, wie Müll recycelt wird und wie die verschiedenen Materialien unterschieden und getrennt werden.

Unterstützung von der Stadtbücherei, vom Zweckverband Ostholstein und vom Bauhof

Unterstützt wurde der Kindergarten dabei mit Lehrmaterial von Carmen Wagner, die die Stadtbücherei in Heiligenhafen leitet, und von Jessica Westphal, Referentin für Nachhaltigkeitsbildung beim Zweckverband Ostholstein (ZVO). Wagner lieh den Kindern Bücher über Umweltthemen aus, und Westphal brachte einen Koffer mit pädagogisch aufbereiteten Spielen sowie Liedvorlagen kostenfrei zum Ausleihen mit. Die Kinder bastelten auch ein Plakat über Plastikmüll und lernten mit einem Plüschtier, welcher Müll zersetzt werden kann und welcher nicht, erzählt Westphal weiter.

„Ein Dank geht auch an den Bauhof, der uns mit Müllgreifern und Säcken ausgestattet hat“, erwähnt Kita-Leiterin Jennifer Bahr. Im direkt neben dem Kindergarten liegenden Stadtpark hat sich die Gruppe auf die Suche nach Unrat begeben und diesen aufgesammelt. „Wir haben sogar ein halbes Fahrrad gefunden“, schildert Denise Wiese.

Kinder lernen, sich nachhaltig zu verhalten

Das Ziel des Projektes sei erreicht worden: Die Kinder sollen lernen, sich nachhaltig zu verhalten, und auch zu Hause geben sie nun einige Denkanstöße für die Eltern, wenn es darum geht, auf bestimmte Dinge, die doppelt in Plastik verpackt sind, lieber zu verzichten. Zum Abschluss wird die Gruppe nun ihr selbstgebasteltes Müllmonster, das sie auf den Namen „Benno“ getauft hat, wieder auseinandernehmen und dabei selbst entscheiden, wie der Müll zu trennen ist.

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