Die Heiligenhafenerin Astrid Heide und ihre Mitstreiterinnen gründeten „MützenHerz“

Mützen für krebskranke Menschen

Astrid Heide (v.l.), Elisabeth Lübbers und Maren Gawehns gehören zu den Frauen von „MützenHerz“, die in ehrenamtlicher Arbeit Mützen für krebskranke Menschen und Herzkissen herstellen.
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Astrid Heide (v.l.), Elisabeth Lübbers und Maren Gawehns gehören zu den Frauen von „MützenHerz“, die in ehrenamtlicher Arbeit Mützen für krebskranke Menschen und Herzkissen herstellen.

Heiligenhafen –ft– Wer einmal von Krebs betroffen ist, stürzt nicht selten in ein tiefes Loch. Diesen Menschen eine kleine Freude zu machen, ist der Grundgedanke der Gruppe „MützenHerz“ aus Heiligenhafen. Astrid Heide hat viele fleißige Frauen aus Ostholstein um sich versammelt, die stricken, häkeln und nähen. So entstehen Mützen, die gerne nach der Chemotherapie, wenn die Haare ausgefallen sind, getragen werden. Mit viel Liebe genäht werden auch Herzkissen, über die sich Frauen nach einer Brustamputation freuen. Kleine Portkissen, die hilfreich nach einer Port-Implantation sind, werden auch von den Frauen hergestellt. Ebenfalls können Kirschkernkissen helfen, den Gesundheitszustand zu verbessern.

14 aktive Frauen stellen in ehrenamtlicher Arbeit für „MützenHerz“ diese Produkte her, die im Alltag helfen sollen. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Menschen in der schwersten Zeit ihres Lebens eine kleine Freude zu bereiten“, sagte Astrid Heide unserer Zeitung und ergänzte: „Wir wollen den Patienten mit unserer Solidarität zeigen, dass sie nicht alleine sind.“

Freuen können sich schon mal die Patienten der Onkologischen Tagesklinik der Sana-Klinik Oldenburg, wo „MützenHerz“ schon 30 Mützen, Herzkissen und Gutscheine übergeben hat. Die Gutscheine sind dafür gedacht, dass Patienten sich ihre Wunschmütze in den Wunschfarben und der richtigen Größe bestellen können. Die fleißigen Frauen von „MützenHerz“ hoffen jetzt, dass noch weitere Krankenhäuser im Kreisgebiet aber auch Arztpraxen sich für das kostenlose Angebot interessieren und ihren krebskranken Patienten eine kleine Freude machen wollen. Der Kontakt zu „MützenHerz“ kann unverbindlich über Astrid Heide, Kugelberg 7 in Heiligenhafen, hergestellt werden (Telefon: 0176 3453 7972).

Da alles ehrenamtlich gemacht wird, würden sich die Frauen auch über Stoffspenden sowie über Wolle freuen. Gebraucht werden Baumwollstoffe, Jerseystoffe und Wolle in attraktiven Farben und Mustern, aber auch Geldspenden können dazu beitragen, dass Ware eingekauft werden kann. Auch Frauen aus Heiligenhafen und Umgebung, aber auch auf der Insel Fehmarn, die mitmachen wollen, sind in der Gruppe „MützenHerz“ jederzeit herzlich willkommen. „Einfach mal anrufen und einen Termin vereinbaren“, sagte Astrid Heide der HP.

Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützen die Frauen von „MützenHerz“ auch die bundesweite Aktion von „Onkomütze“, einer Interessengemeinschaft aus handarbeitenden Menschen, die auch ehrenamtlich Mützen für krebskranke Menschen herstellen. Wie Astrid Heide betonte, habe man auch die bundesweit tätige Interessengemeinschaft „Onkomütze“ mit in ehrenamtlicher Arbeit hergestellten Mützen und Kissen aus Heiligenhafen und Ostholstein unterstützt.

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