Thomas Deker, Sabine Deker und Manfred Wohnrade
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Über die Öffnungen im Tourismus freuen sich Thomas und Sabine Deker (v.l.), die jetzt mit ihrem neuen Hotel „Tom‘s Hus“ voll durchstarten wollen. Tourismusleiter Manfred Wohnrade (r.) hat sich um die Testzentren gekümmert.

Hoteliers und Privatvermieter freuen sich auf ihre Gäste

Am Montag öffnet sich Heiligenhafen für Touristen

  • Peter Foth
    vonPeter Foth
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Am Montag (17. Mai) beginnt in Heiligenhafen der Restart für den Tourismus. Touristikleiter Manfred Wohnrade erklärt, wo man sich auf Corona testen lassen kann. Währenddessen freuen sich Vermieter schon auf ihre Gäste.

  • In Heiligenhafen gibt es verschiedene Testationen, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen.
  • Touristen von außerhalb müssen sich alle 72 Stunden auf Corona testen lassen.
  • Vermieter in Heiligenhafen freuen sich, dass die Saison jetzt wieder losgeht.

Heiligenhafen – Die dritte Coronawelle scheint gebrochen, und die Inzidenzzahlen lagen in Ostholstein gestern bei 37,4. Am kommenden Montag (17. Mai) öffnet sich Schleswig-Holstein wieder für Touristen. Auch in Heiligenhafen hat man sich nach schwierigen Tagen mit Corona-Einschränkungen jetzt erfreut auf den Gästeansturm vorbereitet. Hotels und Privatvermieter haben aktuell viele Buchungsanfragen.

Doch der Urlaub an der Ostseeküste ist für die Gäste nicht einfacher geworden, denn das Land Schleswig-Holstein verlangt bei der Anreise einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden (Antigen-Schnelltest) oder 48 Stunden (PCR-Test) sein darf. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen keinen negativen Test vorlegen. In der Warderstadt eingecheckt, wird von Gästen alle 72 Stunden ein neuer Test verlangt. Aber Heiligenhafen und der Tourismus-Service sind auf diese Massentests gut vorbereiten. Wie Tourismusleiter Manfred Wohnrade gegenüber unserer Zeitung betonte, stehen zusätzlich zum ASB-Testzentrum im „Pier 15“ weitere Testzentren am Hafen, im Ferienpark und bei Famila zur Verfügung. Ein weiteres Testzentrum wurde auf dem Grundstück des Beach-Motels eingerichtet. Mit dieser Testkapazität könne man tausende von Gäste täglich testen (wir berichteten).

Kostenfreie Tests in den Stationen

Die Teststationen am Hafen und im Ferienzentrum sind von Montag bis Sonnabend von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Wie Manfred Wohnrade sagte, seien die Tests in den Testzentren am Hafen und im Ferienzentrum kostenfrei.

Zudem hofft der Tourismusleiter, dass der Sommer 2021 genauso coronafrei verläuft wie in der letzten Sommersaison. Eine Online-Reservierung für das Testen ist möglich. Den Link dazu findet man auf der Homepage heiligenhafen-touristik.de. Hier sind auch weitere Informationen für Gäste, Vermieter und die Gastronomie nachzulesen. Wohnrade betont auch, dass die Tourist-Infos am Montag wieder für den Publikumsverkehr und natürlich für die Anreisenden öffnen werden. Die Besucherlenkung sowie der Einsatz von zusätzlichem Security-Personal laufe über die Stadtverwaltung, die mit den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB) in engem Austausch stehen.

Eines der Corona-Testzentren befindet sich am Hafen von Heiligenhafen gegenüber vom Restaurant „Seestern“.

Wohnrade: „Wir freuen uns sehr, dass es nach so langer Zeit endlich wieder losgeht. Dabei ist uns bewusst, dass wir uns immer noch in einer Pandemie befinden. Das bedeutet für uns regelmäßige Testungen der Mitarbeiter, Einhaltung der vorgegebenen Regeln, Aufklärung gegenüber den Gästen, wo es nötig ist.“

Vermieter schöpfen wieder neue Hoffnung

Sabine und Thomas Deker haben sich mit ihrem Hotel „Tom‘s Hus“ im Hermann-Löns-Weg 2020 ihren Traum erfüllt und sind in die Selbstständigkeit gestartet. Für den gelernten Koch und die gelernte Hotelfachfrau war der Start in Heiligenhafen die richtige Entscheidung. Beide hatten nach 30 Jahren in der Gastronomie angestrebt, irgendwann mal ein eigenes Hotel zu haben und sich diesen Wunsch mit dem Kauf des Hotels „Tom‘s Hus“ (vormals „Luises Sporthotel“) erfüllt.

Begeistert sind Thomas und Sabine Deker von der herzlichen Aufnahme in Heiligenhafen durch die Nachbarn am Hermann-Löns-Weg. Er und seine Frau Sabine haben das Hotel zum 1. Januar 2020 übernommen. Beide haben viel Herzblut in das Hotel gesteckt und konnten am 18. Mai 2020 eröffnen. Dann kam Corona. Man hätte im Prinzip keinen holprigeren Start haben können, sagte Sabine Deker. Doch es kam ein guter Sommer mit vielen Gästen und dann hatte sich Anfang Oktober die Corona-Lage wieder verschärft und wieder zum Lockdown entwickelt.

Die Privatvermieter Nina und Jörg Kitzrow haben wenig unter der Conona-Pandemie gelitten. Jetzt freuen sie sich darauf, ihre Gäste wieder begrüßen zu können.

„Wir sind Existenzgründer und mussten durch Corona auf das Fremdpersonal, das die Zimmer machte, verzichten. Alles andere machen mein Mann und ich selber, vom Einkauf über die Küche und den Empfang bis hin zur Rezeption. Zum Glück konnte man auch in der Pandemie noch Geschäftsreisende unter Einhaltung des Hygienekonzeptes beherbergen. Ansonsten konnte man nur Abtauchen, den Sturm abwarten, sich still verhalten und keine großen Ausgaben machen“, beschrieb Sabine Deker die schwierige Übergangszeit. Geholfen habe aber die Corona-Hilfe des Bundes, die sie und ihr Mann bekommen hätten.

Jetzt freuen sich Sabine und Thomas Deker sehnlichst darauf, dass am Montag die Gäste wieder kommen können. Die Vermietungslage sei im Moment gut. Seit die Meldung herauskam, dass Schleswig-Holstein wieder Touristen ins Land lassen wird, stand das Telefon nicht mehr still, berichtete Thomas Deker und Sabine Deker ergänzte, dass bereits im Vorfeld auch viele Gäste bei ihr anfragten, wann sie wieder kommen können.

Buchungsanfragen laufen auf Hochtouren

Nina und Jörg Kitzrow gehören zu den Privatvermietern in Heiligenhafen und freuen sich auch über die Lockerungen im Tourismus. Anfragen für die Zeit ab dem 17. Mai seien für ihre Ferienwohnung schon da, erzählten beide.

Die Hauptsaison sei bei ihnen schon ausgebucht. Doch auch wenn jetzt Ferienwohnungen und Hotels wieder öffnen dürfen, wissen Nina und Jörg Kitzrow noch nicht, wohin die Reise coronabedingt gehen werde. Zudem seien es in diesem Jahr vor allem Stammgäste, die wiederkommen oder Leute, „die von Stammgästen auf unsere schöne Ferienwohnung aufmerksam gemacht wurden“, sagte Jörg Kitzrow.

Mietausfall war nicht existenzbedrohend

Die Corona-Pandemie habe man einigermaßen gut überstanden, sagte Nina Kitzrow. Auch wenn die Ferienwohnung vor Pandemie-Zeiten im Winter eher wenig vermietet war, habe es dieses Mal coronabedingt schon Ausfälle gegeben. Das sei für die Kitzrows allerdings nicht existenzbedrohend, weil sie als Privatvermieter nicht darauf angewiesen seien. „Für uns ist die Privatvermietung natürlich nur ein Zubrot. Wir können Investitionen entsprechend steuern über Einnahmen, die wir haben oder nicht haben“, sagte Jörg Kitzrow.

Nina Kitzrow wünscht sich eine klare Ansage durch den Tourismus-Service hinsichtlich der Frage, wie sich Privatvermieter in dieser Saison bei Corona verhalten sollen.

Zunächst sind beide aber froh, dass die Saison nun wieder beginnen kann. Wenn die Inzidenzen noch weiter fallen, könnte es auch zu mehr Freiheiten für die Gäste kommen, erhofft sich Familie Kitzrow.

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